Mehr als 1.800 Gedichte sind im diesjährigen Gedichtband der Frankfurter Bibliothek zusammengefasst. Eines davon stammt von der Bad Belzigerin Heidrun Jordan, die mittlerweile im achten Jahr Verse für die Edition beigesteuert hat. Die 67-Jährige freute sich sehr auf den Heiligabend, an dem der Gedichtband wieder unter dem Weihnachtsbaum lag, den sie jeweils von Ehemann Friedhelm geschenkt bekommt.

Gedichtband der Frankfurter Bibliothek

Bis dahin erfreute sich die schreibfreudige Ruheständlerin aus der Kur- und Kreisstadt am Informationsschreiben der Brentano Gesellschaft, die die Werke auswählt, die im Gedichtband der Frankfurter Bibliothek vertreten sein werden.
„Der letztjährige Jahrgang war noch vor Weihnachten vollständig vergriffen. Es war im Januar nicht einmal mehr möglich, anfragenden Fernsehsendern und Zeitungsredaktionen Ansichtsexemplare zur Verfügung zu stellen. Die Frankfurter Bibliothek zählt seither zu den am weitesten verbreiteten Lyrikanthologien der Nachkriegszeit. Der Band wurde von den Staatsbibliotheken in München und Berlin und den Nationalbibliotheken in Frankfurt, Wien, Bern und Paris und der Library of Congress in Washington eingestellt und dokumentiert den Wert der Beiträge und die Bedeutung der dokumentierten Autoren“, heißt es auf dem Papier.

Heidrun Jordan ist stolz auf die Veröffentlichung

Mit ihren diesjährigen Gedichtbeitrag „Baumblütenzauber“ trägt Heidrun Jordan nunmehr abermals zum Erfolg der Anthologie bei. Und das ihre Verse edel, in hellblauem Leinen gebunden, für die Nachwelt erhalten bleiben, macht sie Stolz. Auch von Seiten der Bibliothek Deutschsprachiger Gedichte in Gräfeling bei München hat Heidrun Jordan Post erhalten. Zuvor hatte sie ihr Gedicht „2020 Das Coronajahr“ eingesandt. Auch diese Verse wurden ausgewählt, um abgedruckt zu werden. Die Herausgeber bescheinigen der 67-Jährigen eine „den dichterischen Anforderungen gewachsene sprachliche Leistung“. Weiter heißt es: „Was die Bildhaftigkeit betrifft, tritt ihre lyrische Kraft zur Gestaltung durchaus hervor.“ Als besonders gelungen wird wiederum das Resümee in den Schlussversen bewertet. Für Heidrun Jordan, die seit über 20 Jahren ihre Gedanken in lyrische Verse bettet, ist mit der Aufnahme der Gedichte in die beiden bedeutenden Anthologiensammlungen ein weiterer Motivationsschub verbunden.

Erste Ideen mit Papier und Stift festgehalten

Die zweifache Oma sagt: „Ich kann nicht untätig rumsitzen“ - weshalb alltägliche Begebenheiten sie immer wieder inspirieren, zu Stift und Papier zu greifen. Aus den kleinen Notizen fügt die gelernte Kinderkrankenschwester dann später am Computer ihre Verse zusammen. Die Ergebnisse der jahrzehntelangen Arbeit sind einem dicken Ordner gebündelt und natürlich auch digital gespeichert.
Das auch im kommenden Jahr von Heidrun Jordan zu hören sein wird, ist sicher. Schließlich liegen schon jetzt eine ganze Reihe weiterer Verse in Rohfassung auf ihrem Schreibtisch, die nur darauf warten, den Feinschliff zu erhalten.