Im Vorfeld musste für alle drei Bäder ein Hygienekonzept erarbeitet und durch das Gesundheitsamt des Landkreises genehmigt werden. Parallel dazu müssen die Bäder unter Coronaregeln und nach Maßgabe der Hygienekonzepte für die Saison startklar gemacht werden.
Für die Mitarbeiter in der städtischen Verwaltung und die Teams in den Freibädern war damit  ein zusätzlicher Arbeitsaufwand verbunden. Dennoch wird an den Öffnungen festgehalten.
Die Mitglieder des städtischen Hauptausschusses waren die ersten, die den von der Verwaltung erarbeiteten Entwurf des Hygienekonzepts zu Gesicht bekamen. Es wurde zu Sitzungsbeginn als Tischvorlage ausgegeben und verdeutlichte, wie groß die Einschränkungen im Badebetrieb sein werden und wie Badespaß unter Coronaregeln aussehen wird. Selbstredend gehören Markierungen im Eingangsbereich, die auf das Abstandsgebot hinweisen, und die Aufnahme von Kontaktdaten der Badegäste dazu.
In diesem Zusammenhang erklärte Friese, dass die Höchstzahl der anwesenden Badegäste von der Größe des jeweiligen Bades abhängig ist. Für Fredersdorf und Dippmannsdorf wurde in dieser Folge die Zahl von 30 Personen festgesetzt. Im Freizeit- und Erlebnisbad in Bad Belzig werden nicht mehr als 300 Besucher gleichzeitig im Bad sein dürfen. Für alle drei Bäder gilt: "Die Kasse schließt, sobald die Höchstgrenze für die jeweilige Schwimmzeit erreicht ist. Um die Kontrolle zu gewährleisten, erfolgt der Eintritt in Zeitfenstern".
Über den Tag verteilt sind drei Schwimmzeiten von jeweils drei Stunden vorgesehen. Ist diese Zeit vorüber, müssen alle Badegäste das jeweilige Bad verlassen und dasselbe komplett desinfiziert werden. Bänke, Tische, Geländer, Handläufe, Türklinken, Toiletten, Spielgeräte, Sonnenschirme und mehr.
Im Freizeit- und Erlebnisbad nicht in Betrieb gesetzt werden die große Rutsche, der Strömungskanal, der Seestern und die Elefantenrutsche im Babybecken. Lediglich die Massagedüsen auf den Sitzbänken und der Pilz im Halbschwimmerbecken werden für Abwechslung sorgen. Aufgrund der nicht nutzbaren Wasserattraktionen und der begrenzten Schwimmzeiten werden für alle drei Freibäder der Stadt über die gesamte Badesaison 2020 auch die Eintrittspreise reduziert. Das heißt, dass alle Badegäste, ob Klein und Groß, ob in Familie oder in einer Jugendgruppe, pro Badbesuch nur 1 Euro zu entrichten haben. Auch Zehner- und Saisonkarten werden in der Badesaison 2020 keine Anwendung finden.
Damit nicht genug. Um Ansteckungen auszuschließen, werden Badegäste beim Eintritt in das Bad nach dem Befinden befragt und es bleiben die Umkleidekabinen und Duschen verschlossen.
Sogar beim schwimmen und planschen sind die Abstandsregeln zu befolgen. Untersagt ist in diesem Zusammenhang auch das Springen vom Beckenrand, von den Startblöcken und vom Steg.
"Der Betrieb der Freibäder in der Coronakrise wird eine sehr große Herausforderung", so Heinz Friese zusammenfassend. Damit die Bäder pünktlich am 8. Juni an den Start gehen können, stimmten die Mitglieder des Hauptausschusses den Hygienekonzepten fraktionsübergreifend zu.