"Winken statt schütteln" und "Abstand hilft", heißt es am vergangenen Wochenende auf großen Tafeln im Eingangsbereich zum Areal des Brandenburger Modellflugvereins unweit von Damelang.

Nachwuchsfliegen unter Corona-Bedingungen

An beiden Tagen hatte der Verein zum Nachwuchsfliegen eingeladen. Die jährlich stattfindende Veranstaltung bietet Raum, sich im Modellflug selbst auszuprobieren. Sie ist an Kinder und Erwachsene gleichermaßen gerichtet und hat das Ziel, den Verein zu stärken und den Modellflug bekannter zu machen.
Brandenburger Modellflieger luden zum Nachwuchsfliegen

Modellflugverein Brandenburger Modellflieger luden zum Nachwuchsfliegen

Nach der Corona bedingten Absage des weit über die Region hinaus bekannten Flugfestes im Juni, war das Nachwuchsfliegen die erste öffentliche Veranstaltung des Vereins in diesem Jahr - und wird es bleiben. "Der Aufwand unter Corona Bedingungen ist einfach zu groß", erklärt Lars Siebert, der seit Januar an der Spitze des Vereins steht.

Hygienekonzert und viele Auflagen

So war im Vorfeld ein Hygienekonzept zu arbeiten und während der Besuchertage darauf zu achten, dass es eingehalten wird. Dazu gehörte, dass sich jeder Gast bei der Ankunft anmeldet, dass das Mindestabstandsgebot eingehalten und Mund-Nasen-Bedeckungen getragen werden. Ferner waren nach jedem Flug die Fernbedienungen zu desinfizieren und mussten die Nachwuchsflieger - ob klein oder groß - Einmalhandschuhe tragen. "Das Nachwuchsfliegen trotzdem stattfinden zu lassen, war eine Herausforderung für uns", fasst Siebert zusammen.

Optimale Wetterbedingungen für Modellflug

Während sich das Wetter am Sonnabend mit einer Windstärke um die 10 km/h und einem Wolkenverhangenen Himmel für die Modellfliegerei nicht von seiner allerbesten Seite zeigte, machte das Sonntagswetter seinem Namen mehr Ehre. Was sich dann auch in den Besucherzahlen widerspiegelte. "25 Grad, Sonnenschein und null Wind - so sehen die optimalen Wetterbedingungen für die Modellfliegerei aus", erläutert der Vereinsvorsitzende. Der leichte Wind am Sonnabend, der sich der leichten Flugzeugmodelle hätte schnell bemächtigen können, erschwerte die Fliegerei.

Lehrer und Schüler - wie in der Fahrschule

Dennoch war das Angebot gefragt, trafen immer wieder Interessierte auf dem Platz ein, die sich in der Modellfliegerei ausprobieren wollten. Ihnen wurde jeweils erklärt, dass das Nachwuchsfliegen nach dem Fahrschulprinzip funktioniert. Sowohl der Lehrer - ein im Modellflug erfahrenes Vereinsmitglied - als auch der Schüler halten dabei eine Fernbedienung, die über einen Sender kabellos mit dem Modellflugzeug verbunden ist. Kommt es zu Problemen oder Unsicherheiten, kann der Lehrer jederzeit eingreifen.

Enna und Maira stellen sich der Herausforderung

Einer von ihnen ist Marcus Wittnebel. Mit Lars Siebert steht er an der Seite von Enna und Maira Büdtke auf dem Flugfeld. Konzentriert und geschickt steuern die Mädchen am Sonnabend Nachmittag zwei Flächenflugzeuge, die über ihren Köpfen ihre Runden drehen. "Die beiden schaffen das", bemerkt Lars Siebert und wird mit dieser Aussage wenig später recht behalten. Trotz des Windes, der immer wieder versucht sich der Maschinen zu bemächtigen, meistern die Zwillinge die Herausforderung. Nach einem kurzen Rundflug lassen sie die Flugzeuge sanft landen. Dann erzählen sie, dass sie nicht zum ersten Mal auf dem Flugfeld standen, bereits etwas Flugerfahrung haben und die Leidenschaft für die Fliegerei mit ihrem Opa teilen.

Lars Siebert mit positiver Bilanz

Als das Nachwuchsfliegen am späten Sonntagnachmittag endet, kann Lars Siebert eine positive Bilanz ziehen. Das Interesse am Angebot war gut, Probleme mit der Einhaltung der Covid-19 Vorgaben gab es nicht. Ob die Gäste wiederkommen - die sich in der Fliegerei ausprobierten und sich die Modellfliegerei erklären ließen - wird die Zukunft zeigen.