Nun kann Glockengießermeister Glasbrenner am kommenden Sonnabend, 6. Juni, um 18.00 Uhr den Guss der Friedensglocke vornehmen. Bereits morgens um 8.00 Uhr wird der Ofen angeheizt. Gegen 17.00 Uhr kommen dann die Granathülsen in die brodelnde Glockenspeise. Es hat sich eine deutsche sogenannte acht achter Flakhülse, eine russische und eine tschechische angefunden.
Nun muss das Team alles dafür tun, dass ein coronagerechter Glockenguss über die Bühne geht. Der Guss der Friedensglocke am Sonnabend in Gömnigk kann begrenzt in Natura besucht werden. Er wird aber auch per ZOOM und Facebook übertragen.
Pfarrer Helmut Kautz weist nochmals daraufhin, dass für den Friedensglockenguss weiter gespendet werden kann: https://www.zusammen-gutes-tun.de/friedensglockenguss Bitte mit diesem Crowdfunding spenden, da die Bank für jeden Spender 5 Euro dazugibt.
Die Mitglieder des Vereins Friedensglocken e.V. wollen im Jahr 2025, aus Anlass der Beendigung des 2. Weltkrieges vor 80 Jahren, eine Friedensglocke, gezogen und begleitet von einem Pferdetreck nach Jerusalem bringen. "Wir wollen daran erinnern, dass von unserem Land und Volk der Schrecken des Krieges und das Verbrechen der Shoah ausgegangen ist. Wir verstehen unseren Pferdefriedensglockentreck als Teil unserer Verantwortung dafür, dass nie wieder so etwas geschehen darf. Auf dem Weg dorthin, wollen wir in allen Ländern an 200 Stationen als einen Akt von Volksdiplomatie das Friedensbrot brechen und kleine aus Militärschrott gegossene Friedensglocken übergeben", erklärt der Pfarrer.
In Anlehnung an den Bibelspruch "Schwerter zu Pflugscharen" soll die Glocke am 6. Juni in Erinnerung an den 75. Jahrestag der Befreiung Deutschlands vom Hitlerfaschismus unter anderem aus Militärschrott gegossen werden. "Bis 2025 wollen wir mit der Friedensglocke jedes Jahr dreiwöchige Pferdefriedens-glockentrecks in Deutschland durchführen. Der erste wird am 2. August in Hamburg Volksdorf starten und durch den Norden in das Kloster Marienfliess (Prignitz) füh-ren. Wir suchen schon jetzt liebe Menschen, die alle 35 Kilometer Quartier für Pferde und Menschen geben und mit den Teilnehmern Friedensfeste feiern. Mit den Trecks in Deutschland soll Schwung genommen werden, für den großen Traum: einen Pferdefriedensglockentreck 80 Jahre nach Ende des 2. Weltkrieges, nach Jerusalem durchzuführen!"
Mehr als 20 Friedens- und Pferdefreunde aus ganz Deutschland versammelten sich am 9. November 2019 im Pfarrhaus Brück, um im Bewusstsein der mehrfachen historischen Bedeutung des, für uns Deutsche so wichtigen Datums den Friedensglocken e.V. zu gründen. Dieser will mit Pferdefriedensglockentrecks überall Friedensglocken verteilen und mit Volksdiplomatie Menschen verbinden und so seinen Beitrag für ein versöhntes, friedliches Europa leisten. In den nächsten Jahren soll es jeweils ein Pferdefriedensglockentreck pro Jahr in Deutschland geben.
Egbert Läufer vom Museumsdorf Volksdorf erklärte: "Wir wollen mit den Pferden tierschutzgerecht ins Heilige Land fahren. Dabei wird deutlich werden, dass das Lauftier Pferd, dazu in der Lage ist und gesund in Jerusalem ankommen kann. Dafür wollen wir Pferd und Mensch durch intensives Training und fachliche Begleitung fit machen."
Karl Dietmar Plentz, Bäckermeister aus Schwante, betonte "wie froh er ist, im Bewusstsein des historischen Gründungstages, Teil einer solch kreativen, geistlichen, friedensstiftenden Mission zu sein".
In der Gründungsversammlung wurde die Satzung verabschiedet und der Vorstand gewählt. Die 20 Mitglieder wählten einstimmig folgenden Vorstand: Helmut Kautz als Vorsitzenden, Friedbert Enders als stellvertretenden Vorsitzenden, Ronald Krause als Schatzmeister und Matthias Funke als Schriftführer.
"Ein Mitglied fand in seinem Keller eine sowjetische Munitionshülse und brachte sie mit. Mögen aus ihr Schwerter zu Pflugscharen geschmiedet werden", so Pfarrer Kautz.