„Die Stadtwerke Bad Belzig GmbH befindet sich in einem gerichtlichen Sanierungsverfahren“, erklären die Geschäftsführer Thomas Tanneberg und Eckhard Schindelhauer. Damit sei es möglich, die Geschäftsbereiche zur Versorgung mit Gas, Fernwärme sowie Wasser und der Abwasserentsorgung uneingeschränkt fortzuführen. Ziel sei es, die finanzwirtschaftliche Krise mit einem Insolvenzplan zu überwinden. Fehlentscheidungen und pflichtwidrige Spekulationen der alten Geschäftsführung rissen die Stadtwerke in eine tiefe Krise. Die Stadt Bad Belzig unterstütze das Verfahren und sichere mit einem Massedarlehen das Geschäft ab. Die Beschlüsse des Gerichts und des Gläubigerausschusses als auch die Mitwirkung des Sachwalters liegen nach Auskunft der Geschäftsführer dazu vor.

Unternehmen hat bisher 1.400 Kunden mit Elektroenergie und 900 Kunden mit Gas versorgt

 Die Stadtwerke Bad Belzig haben sich seit 1992 zu einem Anbieter für Strom, Gas und Fernwärme entwickelt, welcher darüber hinaus auch kommunale Pflichtaufgaben im Bereich der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung übernimmt. Bisher wurden rund 1.400 Kunden mit Elektroenergie und 900 Kunden mit Gas versorgt. Der regionale Energieversorger beschäftigt zurzeit rund 25 Mitarbeiter.

Defizitärer Geschäftsbereich Strom musste eingestellt werden

Als erste operative Sanierungsmaßnahme musste unmittelbar nach Einleitung des Verfahrens die Einstellung des defizitären Geschäftsbereiches Strom erfolgen. Dieser Schritt ist insbesondere für die Kunden schmerzhaft, war aber zum Erhalt der Stadtwerke als Ganzes unumgänglich. Den Stromkunden wurde angeboten, seit 1. Januar 2022 ihren Strom vom Energieversorger Energie und Wasser Potsdam (EWP) zu beziehen.
Im November 2021, nach dem Weggang des ehemaligen Geschäftsführer Hüseyin Evelek, wurden die Geschäftsführer Eckhard Schindelhauer und Thomas Tanneberg berufen, um das Unternehmen zu sanieren und so langfristig erhalten zu können.

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