Die historische Ansicht von Dahnsdorf entstand zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Abgelichtet wurden das alte Pfarrhaus in der rechten Bildhälfte, die Dorfkirche in der linken und in der Mitte die Schule. Die Ersterwähnung von Dahnsdorf geht auf 1227 zurück. Der Ort gehörte einst zu den „vurnehmsten Dörfern“ des Belziger Landes. Von den übrigen Ansiedlungen in der Region unterschied sich Dahnsdorf durch seine Größe, den Umfang der vorwiegend fruchtbaren Feldmarken und durch das ehemals hier befindliche Rittergut, welches an die Herrschaft der Ordensritter erinnerte.

Grundsteinlegung für Deutschordens-Komturei in Danesdorp gelegt

Den Grundstein für die Deutschordens-Komturei legte Graf Baderich von Belzig. Er veranlasste Herzog Albrecht von Sachsen, Lehnsherr des Belziger Landes, dem Deutschen Orden eine Kirche zu übereignen, auf deren Besitz er selbst zuvor verzichtet hatte. Dabei handelte es sich um die „Kirche in dem Dorf, welches Danesdorp genannt wird.“ Johann Christoph Eilers (gestorben 1767), der zu Lebzeiten Justitiar auf dem Rittergut Dahnsdorf war, datierte dieses Ereignis auf das Jahr 1227. Gegründet wurde der deutsche Orden 1190 in Palästina. Die ihm angehörigen Ordensritter trugen einen weißen Umhang bzw. Mantel auf dem sich ein schwarzes Kreuz befand. Bis zum Beginn des 13. Jahrhunderts in Siebenbürgen (Rumänien) tätig, wurde er dann in die deutschen Lande gerufen. In Ostpreußen (Marienburg) befand sich der Ordenssitz.

Einst und jetzt

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