Diese historische Postkartenansicht vom Schloss Schmerwitz brachte zu Beginn des 20. Jahrhunderts der Belziger Emil Balzer in den Verkauf. Letzterer war Buchhändler und betrieb am Markt in Belzig ein Papier- und Spielwarengeschäft, in dem auch Ansichtskarten verkauft wurden.

Postkarte ein Sammlerstück, nie mit der Post befördert

Die Postkarte des Schmerwitzes Schlosses hat die Zeit als Sammlerstück überdauert, dass nicht mit der Post befördert wurde. Zurück zum Schloss und den Menschen, die dort lebten. Letzter Schlossherr war Baron Carl-Eduard Brandt von Lindau, der am 12. Februar 1939 im Alter von 65 Jahren starb. Mit seinem Tod erlosch der Name Brandt von Lindau in der Brandtsheide. 1736 hatte dessen Vorfahr Carl Friedrich Brandt von Lindau auf dem bis dahin in Schmerwitz vorhandenen Vorwerk ein einstöckiges Schloss mit zwei Flügeln und einen Wirtschaftshof mit Garten anlegen lassen.

Mehrfache Umbauten und Umnutzungen des Schlosses

In den darauf folgenden Jahrzehnten wurde das Schloss mehrfach um- und ausgebaut sowie eine kleine, an das Ensemble angrenzende Kirche errichtet. 1871/72 wurde der Gutshof mit seinen massiven Wirtschaftsgebäuden in der heutigen Form angelegt. 1945 wurden Schloss und Gut Schmerwitz von der Bodenreform ausgenommen und vom sowjetischen Kreiskommandanten der KPD übertragen – „für agrarpolitische und Schulungszwecke“. 1957 wurde die Zentralschule für Kampfgruppen (ZSfK) mit Sitz im Schloss gegründet. Lehrgänge fanden bis 1989 statt.  

Angrenzende Gebäude werden bereits gerettet

Nach der Wende war die Nutzung des Ensembles lange Zeit ungeklärt. 1996 wurde die Anlage unter Denkmalschutz gestellt. Jetzt haben erste Sanierungsarbeiten an angrenzenden Gebäuden begonnen.

Einst und jetzt



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