Ernst Wilhelm Fähndrich schrieb in seiner Chronik über die „Herrschaft Wiesenburg“ (1883), dass das aus vier Flügeln bestehende Schloss Wiesenburg einen viereckigen Hof umschließt. „Dieser ist an drei Seiten von hohen, breiten, ehrwürdigen Kastanien umgeben, und in seiner Mitte steht ein schöner, alterthümlicher Brunnen ...“.

Wertvoller Renaissance-Brunnen im Innenhof

Die Kastanien im Innenhof gibt es schon seit gut 100 Jahren nicht mehr. Lindenbäume haben ihren Platz eingenommen. Auch der alte Brunnen, hier in einer Aufnahme des Belziger Fotografen Hans Zernsdorf, hat eine Veränderung erfahren. Als für den „Heimatkalender des Kreises Belzig“, Ausgabe 1963, ein Titelbild gesucht wurde, fiel die Wahl auf den wertvollen Renaissance-Brunnen. Die gewählte Zeichnung zeigt ihn bereits ohne Kupferdach. In einem ebenfalls in diesem Heft veröffentlichten Aufsatz über die Denkmalpflege am Schloss Wiesenburg, schrieb Ella Rupprecht aus Belzig, dass derselbe im Jahre 1574 auf mit Ochsen bespannten Wagen aus Oberitalien über die Alpen nach Wiesenburg gebracht wurde.

Restaurierungsarbeiten am Brunnen 1961 wurden beendet

Ferner, dass notwendig gewordene Restaurierungsarbeiten am Brunnen 1961 beendet worden waren. In diesem Zusammenhang war auf die Erneuerung der Kupferdach Abdeckung verzichtet worden. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass das Kupferdach für den Sandstein keinen Regenschutz bedeuten und die Erneuerung erhebliche Kosten und Materialschwierigkeiten mit sich bringen würde.

Einst und jetzt

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