Es ist Frühling im Schlosspark Wiesenburg! Die Teppichbeete unterhalb der Schlossterrasse tragen ein leuchtend buntes Frühlingskleid aus weiß, gelb, orange und rot blühenden Stiefmütterchen. Knapp 2000 Pflanzen brachte das Team der Schlossgärtnerei in die Erde. In den Blütenreigen der Stiefmütterchen reiht sich dieser Tage nach und nach auch die Tulpenblüte ein. Während die Narzissen im Schlosspark die Besucher bereits seit einiger Zeit mit ihrer Schönheit betören. Die kühleren Frühlingstage haben die Blütezeit der Zwiebelgewächse verlängert und sorgen mit der Bepflanzung der Teppichbeete und dem sprießenden Grün für Faszination.

Wiesenburger Schlosspark wurde ab 1863 von Curt Friedrich Ernst von Watzdorff angelegt

Curt Friedrich Ernst von Watzdorff, der den Wiesenburger Schlosspark ab 1863 anlegen ließ, hätte sicher seine Freude an der Pracht gehabt. Pate für die Anlage stand der am Anfang des 19. Jahrhunderts auf dem Gut Siebeneichen in Sachsen nach englischem Vorbild angelegte Landschaftspark, wo von Watzdorff seine Jugend verlebte. Im Verlauf der Zeit unterlag der knapp 130 Hektar große Wiesenburger Schlosspark immer wieder Veränderungen. Seit 20 Jahren zielt die Sanierung der grünen Oase auf die Herstellung des Urzustandes hin – so, wie sie 1881 bei Curt Friedrich Ernst von Watzdorffs Freitod ausgesehen haben könnte.

Einst und jetzt

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