Ende der 1980er Jahre entstand diese Ansicht der Bockwindmühle von Cammer. Im Juni 1894 wurde die Mühle am Ausgang des Dorfes an der Chaussee nach Golzow aufgebaut. Genannte Jahreszahl ist in einem Balken eingekerbt. Damaliger Besitzer war der Müller Carl Spiesecke. Einige Monate zuvor, im Februar 1894, hatte ein gewaltiger Sturm die Vorgängermühle umgeworfen. Ein Neubau musste her. Spiesecke kaufte einen Windbock, der solange am Heiligen See in Potsdam stand. Dort abgebaut, wurde er in Cammer wieder aufgebaut. 1934 ließ sein Sohn und Nachfolger einen Elektromotor in die Mühle einbauen. Fortan war der Müller beim Arbeiten nicht mehr vom Wind abhängig.

Die Mühle wurde 1982 dem Ort Cammer geschenkt

1982 wurde die Mühle der Gemeinde Cammer zum Geschenk gemacht. Ihr Zustand war damals katastrophal und von Verfall geprägt. Ihre Rettung begann 1984 unter Federführung von Gerhard Rettig. Einmal im Jahr, jeweils am Pfingstmontag, wird die Mühle im Rahmen des Deutschen Mühlentages ins Rampenlicht gestellt. Die Mühlensaison, während der man die Mühle besuchen kann, dauert jeweils von April bis Oktober. Sie ist an jedem 2. und 4. Sonntag im Monat geöffnet. Zusätzlich werden Führungen nach Bedarf und nach telefonischer Absprache außerhalb der regulären Öffnungszeiten angeboten.