„Der Umbau und im Zusammenhang damit die Erweiterung der Wiesenburger Brücke nähert sich nunmehr der Vollendung. Und nicht nur im Interesse des Verkehrs begrüßen wir freudig diese Änderung, sondern auch im Interesse des Eindrucks, den diese Stelle vor dem Wiesenburger Tor auf unser Auge, wenn alles erst glatt und schmuck, machen wird“, heißt es am 24. Oktober 1903 im „Zauch-Belziger Kreisblatt“.

Maurermeister Sacharowitz erbaute die Wiesenburger Brücke über dem Stadtgraben

Damals erhielt die Überführung über den Stadtgraben ihr heutiges Aussehen. Die Bauarbeiten hatte der Magistrat der Stadt Belzig Maurermeister Sacharowitz anvertraut. Die historische Aufnahme entstand 1955 und damit nahezu fünf Jahrzehnte nach dem Brückenneubau. Damals waren dessen, an einzelnen Stellen bis zu zehn Meter hohe, Hänge teilweise noch mit Obstgehölzen bepflanzt, die der Eigenversorgung der Menschen dienten. Zur Ernte wurden die Obstgehölze jeweils verpachtet. Seit einigen Jahren ist im Gespräch, die in den 1950er Jahren erfolgte Verrohrung des Stadtgrabens von der Wiesenburger Brücke bis in die Niemegker Straße (Arche) rückzubauen. Ziel ist, auf diesem Abschnitt wieder ein naturnahes Bachprofil zu schaffen.