1913 verfolgten die Belziger mit großem Interesse den Bau einer Turnhalle auf dem früheren Trockenplatz in unmittelbarer Nähe des Schützenhauses. Im „Zauch-Belziger Kreisblatt“ heißt es diesbezüglich: „Wie man schon jetzt sieht, stellt sie das Schützenhaus ganz in den Schatten.“ Bauherr war ein privater Turnhallenbauausschuss. Bald darauf kamen die Arbeiten jedoch zum Stillstand. Das Geld war ausgegangen. Zu Beginn der 1920er Jahre sollte das Objekt als Gedächtnis- und Turnhalle fertig gestellt werden. Doch die Baukosten, die infolge der Inflation in unerschwingliche Höhen geschnellt waren, ließen die Verwirklichung nicht zu.

Den Rohbau der Turnhalle übernahm 1926 die Stadt Belzig

1926 entschloss sich die Stadt, den Rohbau zu übernehmen. Böse Überraschungen folgten. Es fehlten statische Berechnungen, ordnungsgemäße Zeichnungen und die baupolizeiliche Genehmigung. Als die Unterlagen eingeholt waren, stand fest, dass das Gebäude infolge technischer Mängel nicht als Turnhalle fertig gestellt werden kann. Nachdem die Zukunft des Gebäudes mittlerweile über Jahre ein Zankapfel war, beschloss die Stadt 1927, den Rohbau als Schulgebäude für die Höhere Schule auszubauen.

Aus der Idee Idee einer Turnhalle wurde letztlich ein Schulgebäude

Im Jahr darauf begann der Unterricht. Als Schule genutzt wurde das Haus bis 1997. Danach sollte das Objekt als Haus des Gastes dem Kurortgedanken der Stadt gerecht werden. Fehlende Fördertöpfe verhinderten die Verwirklichung. Jetzt ist der Umbau zum soziokulturellen Zentrum erfolgt. Wenn im kommenden Jahr die Außenanlagen hergerichtet sind, wird das Haus seiner Bestimmung übergeben.

Einst und jetzt

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