„All denen, die unsere traurige Feier am vorigen Sonntag durch Wort und Tat so schön und würdig gestaltet haben, wärmsten und innigsten Dank. Baronin Oppen“, heißt es in einem im September 1920 im „Zauch-Belziger Kreisblatt“ erschienen Inserat.

Einweihung des Kriegerdenkmal und Umbettung des Freiherrn

Die Anzeige war der Gemeinde Fredersdorf gewidmet, wo wenige Tage zuvor das neu erbaute Kriegerdenkmal eingeweiht und die Umbettung des Freiherrn Hans Matthias Albert Oppen von Huldenberg erfolgt waren. In der Fredersdorfer Chronik (Teil 1, Seite 23) heißt es, dass derselbe am 21. April 1918 an einer Lungenentzündung verstorben war und dass er am 25. April, „feierlichst im Schloßparke beigesetzt“ wurde.

Das Kreisblatt berichtete am 9. September 1920

Über die Einweihung des Kriegerdenkmals für die gefallenen „Heldensöhne“ aus dem Dorf - die Toten aus dem Ersten Weltkrieg - und die Umbettung der Leiche berichtete das Kreisblatt wiederum am 9. September 1920.
Gut, Gemeinde und alle Vereine waren anwesend. Es heißt: „Die Feier nahm durch die Überführung der Leiche des vor etwa zwei Jahren verstorbenen Obersten Oppen von Huldenberg einen ernsten und feierlichen Charakter an. Die Leiche, die bisher im Gutsparke provisorisch beigesetzt worden war, wurde vom Schlosshofe aus unter Begleitung der ganzen Gemeinde und zahlreicher auswärtiger nach dem neuen Begräbnisplatz der Familie Oppen von Huldenberg, der auf Wunsch des Verstorbenen in seinem so sehr geliebten Walde angelegt worden ist, überführt und unter präsentiertem Gewehre in die neue Gruft gelassen. Es folgte Gesang, die Einsegnung der Leiche durch Pfarrer Trapp aus Lütte und die Weihe des neuen Begräbnisplatzes.

Trauerversammlung „nach dem vor dem Erbbegräbnis aufgestellten Monument“

Im Anschluss begab sich die Trauerversammlung „nach dem vor dem Erbbegräbnis aufgestellten Monument“ - einen großen Findling, in den eine Platte mit den Namen der 19 gefallenen Fredersdorfer eingelassen worden war. „Der Fuß des Denkmals ist durch rohe Findlinge künstlich erhöht zwischen denen Blumen in allen Farben prangen.“

Der Stein als Trost für die Hinterbliebenen

Der Ortsgeistliche hielt die Einweihungsrede, sagte unter anderem, dass der Stein an die Scheidestunde zwischen den Ausziehenden und Hinterbliebenen erinnern soll; dass derselbe ein Zeichen des tiefsten Schmerzes und der Wehmut sei. Und, dass der Stein Trost für die Hinterbliebenen sein soll, sie daran erinnernd, dass die Namen der Toten nicht nur im Stein, sondern in den Herzen der Gemeinde „wie ins Buch des Lebens eingeschrieben“ seien.

Kränze mit Inschriften niedergelegt

Daraufhin wurde das Denkmal der Pflege der Gemeinde übergeben; Frau Baronin Oppen von Huldenberg wurde für die Hergabe und Schmückung des Denkmalplatzes gedankt. Nach dem Gesang brachte der örtliche Kriegerverein drei Salven aus. Kränze mit Inschriften legten die Baronin Oppen von Huldenberg namens der Gutsherrschaft, Rittmeister von Tschirsdchky Klein Glien für den Kreiskriegerverband Zauch-Belzig, Rechtsanwalt Strücker für die Ortsgruppe Belzig, der Ortsvorsteher für die Gemeinde Fredersdorf, die Vorsitzenden des Kriegervereins, des Männergesangsvereins, des Männer-Turnvereins, des Radfahrervereins und die Erbauer des Denkmals nieder.