Das Dach der Kirche in Neuendorf bei Brück ist neu gedeckt, der Bauzaun schon lange verschwunden. Dennoch ist die Restaurierung zur „Eselpilgerlichtkirche“ noch nicht komplett beendet. Die Kirche entstand vermutlich im 15. Jahrhundert. Es ist anzunehmen, dass der heutige Feldsteinbau mit Fachwerkturm einen hölzernen Vorgängerbau besaß. Im Verlauf der Jahrhunderte unterlag das Gotteshaus mancherlei Veränderungen. Die wohl größte geht auf das Jahr 1838 zurück, als die Kirche nach Westen hin verlängert, eine Patronatsloge angebaut und das Dach verändert wurde. Ein  Tonnengewölbe wurde eingezogen, die alten Querbalken kurzerhand entfernt.

Größte bauliche Veränderung 1838 mit statischen Folgen

Mit statischen Folgen. Die Dachlast drückte die Wände auseinander und eine Sanierung war deshalb nicht länger aufschiebbar.  Ob auch der Fachwerkturm 1838 seine heutige Gestalt erhielt, ist nicht mit Sicherheit zu sagen. Die Glocke im Turm stammt jedenfalls aus dem Jahr 1690. Der Dorfteich vor der Kirche gehört schon seit vielen Jahrzehnten der Vergangenheit an. Er wurde, weil nicht mehr gebraucht, zugeschüttet. Erzählungen zufolge sollen die großen stattlichen Grabsteine, die auf der historischen Ansicht noch zu erkennen sind, teilweise darin versenkt worden sein.

Einst und jetzt

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