Im September des Jahres 1934 wurde diese Ansichtskarte aus Niemegk geschrieben. Die Empfängerin derselben - Johanna Polzin in Rügenwalde - dürfte sich über den Kartengruß ihrer in Niemegk lebenden Eltern sicher gefreut haben. Aber lenken wir den Blick auf den Baum in der Bildmitte der alten Postkarte.
Die Aufschrift „Gruß aus Niemegk, Postsäule mit Kaisereiche“, gibt einen ersten Hinweis auf das Alter des Baumes. Gepflanzt wurde er im März 1887 aus Anlass des 90. Geburtstages Kaiser Wilhelm I. - während in Lehnin aus Anlass des Kaisergeburtstages ein Freudenfeuer entzündet; in Wiesenburg der Gesangsverein „Concordia“ zu einem Konzert eingeladen und in Belzig ein Festgottesdienst gefeiert wurde.
Der Blick in die Niemegker Chronik (Band 5) offenbart, dass die Eiche um 1970 jedoch gefällt werden musste, weil sich gespalten hatte und so eine Gefahr für den vorbeiführenden Verkehr darstellte. Sie wurde also nicht einmal 100 Jahre alt. Anders die Postsäule, die mittlerweile fast 300 Jahre alt ist. Im Jahr 1725 wurde dem Niemegker Rat die Anordnung erteilt, eine solche zu errichten. In der Bildmitte (im Hintergrund) ist die Postsäule zu entdecken.

Einst und jetzt



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