Der Marktplatz von Brück mit der Lambertuskirche und der Postsäule ist ein auf historischen Ansichtskarten oft wiederkehrendes Motiv. Die hier vorgestellte Perspektive wurde in den 1920er Jahren aufgenommen, da die Postmeilensäule Anfang der 1930er Jahre an ihren ursprünglichen Standort zurückversetzt wurde. Sie war 1730 am so genannten „Belziger Tor“ (heute Straße des Friedens/Mittelreihe) errichtet worden.

Vier Stunden von Brück nach Niemegk

Wer die Säule damals mit der Postkutsche passierte, dem kündete der Obelisk die Dauer der vor ihm liegenden Reise an. In jenen Zeiten, als sich Pferdehufe und eisenbeschlagene Wagenräder auf noch unbefestigten Straßen durch den märkischen Sand quälen mussten, dauerte eine Fahrt von Brück nach Niemegk fast vier Stunden. Für den Weg nach Belzig mussten drei Stunden eingeplant werden.

Erste Erwähnung der Lambertuskirche 1575

1844 wurde die aus Sandstein gefertigte Postmeilensäule mit dem sächsischen Wappen dann an die Südseite des Brücker Markplatzes umgesetzt. Die Lambertuskirche wurde 1575 erstmals schriftlich erwähnt. Vom Dreißigjährigen Krieg an brannte sie dreimal ab. Letztmals im August 1764, als mit der Kirche die halbe Stadt einem Großfeuer anheim fiel. Nach dreijähriger Bauzeit wurde der Kirchenneubau 1776 geweiht. Der Turmbau wurde erst 1842 vollendet.

Einst und jetzt



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