100 Jahre alt ist diese Ansichtskarte aus Niemegk. Abgelichtet ist das Restaurant „Bellevue“, welches in den 1920er Jahren eine gefragte Adresse in der Stadt war. Inhaber war ein gewisser Fritz Jakob. Etwa zehn Jahre zuvor hieß das Haus „Daubes Bellevue“, benannt nach dem Gasthofbesitzer, Herrn Daube.

Historische Fotografie

Fotografiert wurde die Perspektive 1919 und durch die Kunstanstalt Otto Habedank in Brandenburg/Havel verlegt. 1921 wurden mit der Postkarte Grüße „von froher Fahrt“ übermittelt. Zurück zu Fritz Jakob und dem Restaurant „Bellevue“.

Die schöne Aussicht

Der Name, aus dem Französischen, steht in der Übersetzung für „schöne Aussicht“. Versetzt man sich in jene Zeit zurück, blickt man vom Restaurant „Bellevue“ mit seiner kleinen Gartenterrasse in das damalige Nobelviertel der Stadt. Dort waren diverse gutbürgerliche Villen entstanden.

Molkerei, Gaswerk, Bahnhof

Daneben die Molkerei, das Gaswerk und stadtauswärts der Städtebahnhof. Nach dem Zweiten Weltkrieg, die damaligen Eigentümer hatten Niemegk den Rücken gen Westen gekehrt, wurde aus dem Restaurant „Bellevue“ der Niemegker „Lindenhof“ - man hatte sich von den Bäumen vor dem Haus inspirieren lassen. In den 1970er und 1980er Jahren erfolgten Rekonstruktionen am Objekt, dass bis zur Wende als HO-Gaststätte geführt wurde.