In den späten 1970er Jahren entstand dieser Aufnahme des Kreuzungsbereichs von Straße der Einheit und Ernst-Thälmann-Straße. Der abgelichtete Backsteinbau in der Bildmitte ist heute Teil des Schulcampus des Fläming-Gymnasiums. Der dreigeschossige Ziegelbau wurde 1868/69 nach Plänen des Belziger Maurermeisters Dalichow errichtet. Am 14. Oktober 1869 wurde das Schulgebäude seiner Bestimmung übergeben. Mädchen und Jungen der Belziger Volksschule lernten fortan dort. Ursprünglich standen auf dem Areal jedoch zwei Bauernhäuser, die für den Schulneubau weichen mussten. Die Kirche hatte das Land erworben, größtenteils auch die Kosten des Schulneubaus getragen und war damit Eigentümerin. Erst 1904 ging das Eigentumsrecht an der Schule von der Kirchengemeinde an die Stadt über. Als der Schulbetrieb im Oktober 1869 begann, wurden Mädchen und Jungen noch in getrennten Klassen unterrichtet. Die Mädchenklassen befanden sich an der Straßenseite, die der Jungen zum Schulhof hin. Nach dem Zweiten Weltkrieg erfolgte ein Schulreform und 1959 die Einführung der zehnklassigen Polytechnischen Oberschule (POS). Fortan wurden Schüler der POS in diesem Backsteinbau unterrichtet. 1989, nach der Wende, wurde die Schule in ein Gymnasium umgewandelt, dass seit 1992 den Namen Fläming-Gymnasium trägt. In den darauf folgenden Jahren erfolgte eine umfangreiche Sanierung und Erweiterung der Gebäude auf dem Schulcampus.

Einst und jetzt



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