Zwei Dorfgasthöfe hatten einst in Damelang eine Existenzberechtigung. Neben dem um 1920 abgelichteten Gasthof „Zu den drei Linden“ von Gustav Schwärecke gab es den von Gottfried Ehle betriebenen Gasthof „Zur frischen Quelle“. Dieser wurde knapp vier Jahrzehnte später in „Wiesengrund“ umbenannt und existiert unter diesem Namen noch immer.

Schwäreckes „Zu den drei Linden“

Zurück zu Robert Schwäreckes Gasthof „Zu den drei Linden“, der hier gezeigt wird. Nach dem großen Dorfbrand von 1877 war das Gehöft neu aufgebaut worden. Damaliger Besitzer war der Wirtschafter Friedrich August Rügen, der auch den Gasthof gründete. 1901 kam es zu einer Inventarauktion. Alles lebende und tote Acker- und Wirtschaftsinventar sowie der Gasthof mit seinen massiven Gebäuden und dem großen Tanzsaal wurden versteigert.

Ansichtskarte 1931 mit der Post auf Reisen

Nachfolgender Eigentümer wurde Robert Schwärecke, der Ida Rügen heiratete. Unter seiner Regie wurde aus der anfangs namenlosen Schankwirtschaft der „Gasthof zu den drei Linden“. Er wurde von der Familie über drei Generationen geführt, bis 1961. Die Fotografie für die Postkartenansicht nahm der Potsdamer Fotograf Richard Opitz auf. 1931 wurde die Ansichtskarte aus Damelang mit der Post befördert. Das Porto betrug 8 Pfennige. Die Empfänger lebten in Gräfenhainichen. Die Kartenschreiberin teilte unter anderem mit: „Heute wollen wir draußen einige Aufnahmen machen“. Ob für Postkartenansichten oder das private Familienalbum, blieb ihr Geheimnis.