Im Februar 1902 wurde die Postkarte auf Reisen geschickt. Die Empfängerin war eine Johanna Burmeister. Der Schreiber muss der jungen Frau nahe gestanden haben, seinen Namen verschweigt er auf den lieben Grüßen. Dafür teilt er der Empfängerin seine glückliche Ankunft in Dahnsdorf mit. Ob er ein Quartier im „Gasthof zu den drei Linden“ von Gustav Schade nahm, oder aus dem Ort stammte, bleibt ein Geheimnis.

Zwei Gastwirtschaften in Dahnhsdorf

Neben Schades „Gasthof zu den drei Linden“ existierte zu jener Zeit in Dahnsdorf die Gastwirtschaft „Zur alten Eiche“. Dessen Besitzer war Alfred Dehne. Sein Etablissement  wäre 1914 fast abgebrannt. Die Ehefrau war damit beschäftigt, Gasäther für die Lampen aus einem großen in einen kleineren Behälter zu füllen. Diese Arbeit verrichtete sie in der Nähe eines eisernen Ofens in dem ein Feuer brannte. Es kam zu einer Explosion, die Fensterscheiben zerbarsten, Fenster, Türen und sonstige brennbare Gegenstände wurden vom Feuer ergriffen und stark angekohlt. Frau Dehne hatte Glück, ihr wurde nur das Kopfhaar angesengt. Der Brand war dadurch entstanden, dass beim Umfüllen Gase entwichen die sich am Ofen entzündeten. Dehnes Gasthof ist längst aufgegeben. Schades Gasthof, unter dem Namen „Drei Linden“, hat ihn überdauert.

Einst und jetzt



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