Die Stadt Bad Belzig geht neue Wege in Sachen Grünflächenpflege in den Ortsteilen. „Unser Bauhofteam kann während der Vegetationszeit unmöglich alle anfallenden Grünpflegearbeiten in der Stadt und den 14 Ortsteilen schaffen - ohne dass die Mitarbeiterzahl des Bauhofs deutlich erhöht wird“, erklärt Bürgermeister Roland Leisegang die Hintergründe für ein Pilotprojekt, dass die Ortsteile Fredersdorf und Schwanebeck näher zusammenrücken lässt.

Bad Belzig investierte in neuen Rasentraktor

Damit in beiden Dörfern die Grünflächenpflege nicht mehr durch den Bauhof erledigt werden muss, investierte die Stadt Bad Belzig in einen neuen Rasentraktor - der in Fredersdorf stationiert - von den Gemeindearbeitern der beiden Dörfer genutzt werden kann. Nachdem Roland Leisegang das neue Fahrzeug offiziell an die Ortsvorsteher Bodo Sternberg aus Fredersdorf und Hartmut Jänicke aus Schwanebeck übergeben hat, haben sich zwischenzeitlich auch schon die Gemeindearbeiter Mario Prasse und Gerd Andres mit der neuen Technik vertraut gemacht - und alle sind begeistert. Der Rasentraktor Marke „Alko“ gilt als Multitalent für große Flächen. Mit einer Schnittbreite von 110 Zentimetern, einem 13 kW starken Motor und zwei Zylindern ist er robust und kraftvoll zugleich. Übersichtliche Bedienelemente und ein griffiges Lenkrad sorgen für weiteren Komfort. Bestens geeignet also für die zu pflegenden Flächen in den Ortsteilen.

Bad Belzig übergibt Ortsteilen mehr Verantwortung

„Hier in Fredersdorf gibt es im Freibad, auf dem Dorfplatz und auf dem Kirchhof viel zu mähen“, erklärt Bodo Sternberg. Viel zu viel, um die Flächen wie bisher mit einem Handrasenmäher zu pflegen - weil die Perioden, in denen die Mitarbeiter des Bauhofs anrückten, viel zu lange auseinander lagen.
Nicht anders in Schwanebeck. „Auf unserem Friedhof und dem großen Dorfanger gibt es genau soviel zu tun“, sagt Hartmut Jänicke. Der 60-Jährige ergänzt: „Es ist gut, dass die Stadt mehr Verantwortung in die Ortsteile gibt. Vom Kauf des Rasentraktors profitieren letztendlich nicht nur unsere Ortsteile, sondern auch die Stadt Bad Belzig.“

Kooperation zwischen Schwanebeck und Fredersdorf

Dass die Dörfer über die neue Technik weiter zusammenrücken, freut natürlich auch den Bürgermeister. „Das kann nur gut sein. Die Kooperative zwischen den beiden Ortsteilen ist eine Investition in die Zukunft, die zugleich unseren Bauhof entlastet“, so Roland Leisegang. Dass eine Zusammenarbeit auf solchem Gebiet in den Ortsteilen funktionieren kann, zeigte bereits das vergangene Jahr. Die Ortsvorsteher hatten sich darauf verständigt, dass die Fredersdorfer den Schwanebecker Gemeindetraktor mit Anhänger mitnutzen können. Das Pendant zum großen Gefährt steht jetzt in Fredersdorf, und macht die Ortsteile in Sachen Grünflächenpflege unabhängiger.

Ortsteile erhalten ein wichtiges Werkzeug für ihre Arbeit

Derzeit arbeiten Schwanebecks Ortsvorsteher Hartmut Jänicke und Gemeindearbeiter Gerd Andres noch an einer Lösung, wie der neue Rasentraktor jeweils umgesetzt werden kann. „Wir sind bereits auf einem gutem Weg“, so der Ortsvorsteher. Für Roland Leisegang ist die Kooperation zwischen den beiden Dörfern ein Pilotprojekt, das Schule machen kann. „Damit können die Ortsteile unabhängiger vom Bauhof agieren und die Dorfarbeiter haben ein wichtiges Werkzeug für ihre Arbeit bekommen“, ergänzt er.