Der Start verlief noch ein wenig schleppend, auch weil sich der junge Torhüter Billy Kamradt erst noch in seine Aufgabe hinein finden musste. Doch nach zwei "Knicker" steigerte er sich. Nach einer Viertelstunde machte er seinem Kollegen Eric Wetzel Platz, weil Wandersee, nachdem die Gäste umgestellt hatten, ein Zeichen setzten wollte. Wetzel machte ein gutes Spiel, in den letzten 20 Minuten wusste Kamradt ebenfalls zu überzeugen. Mit den Leistungen der Schlussmänner hat Trainer Wandersee eine "Baustelle" weniger, wenn der Torwartroutinier Michael Schröter, so wie jetzt, einmal ausfallen sollte.
Im Angriff setzte der Coach auf ein bewährtes Rezept gegen die Spreewälder. Er spielte mit Schlünz und Jannes Wernicke am Kreis, verzichtete auf die Außen. Der Gegner war verwirrt und die Lücken nutzte der Rückraum. In der ersten Hälfte war es vor allem Lucas Dailbor, der großen Anteil daran hatte, dass die Gastgeber mit einer 15:11-Führung in die Halbzeit gingen.
Da in der zweiten Hälfte beim MBSV kein Leistungsabfall zu verzeichnen war, erlebten die Zuschauer und der Trainerstab einen entspannten zweiten Durchgang. Die Gäste hatten nicht die Mittel, die Hausherren ernsthaft unter Druck zu setzen. Sie konnten sich zwar in der 49. Minute noch einmal auf vier Treffer (20:24) heran kämpfen, doch dann machten die Gastgeber kurzen Prozess. Bis zum Abpfiff schraubten sie das Ergebnis noch auf 31:23 hoch.
Denis Wandersee wollte angesichts des Ergebnisses nicht in Euphorie verfallen, freute sich aber über die geschlossen Mannschaftsleistung, insbesondere über den Rückraum mit Dalibor Hannes Richter und Georg Wendland.
Der Kader für die nächste Aufgabe - am 24. November, um 16 Uhr gegen Blau-Weiß Dahlewitz - wird wieder ein anders Gesicht haben. Wendland wird nicht mehr auflaufen, um die anstehende Operation nichtzu gefährden und Matthias Paul wird ebenfalls nicht mehr aushelfen. "Er ist vier Monate raus und er sagte, er findet keine Bindung mehr zum Team", erklärte der MBSV-Coach.
Aber es gibt auch Entwarnung. Maximilian Kernke hat seine Verletzung auskuriert und der beste Werfer Colin Meyer kehrtzurück. Die Partie gegen Dahlewitz wird in der Wiesenburger Sporthalle ausgetragen.
MBSV: Kamradt, Wetzel, Schlünz 1, Paul, Hainke 3, Hübeler 1, Richter 6, Dalibor 6, Baltrusch, Ringewald, Wernicke 5, Merten 1, Wendland 7, Galle 1.