Die Bad Belziger, nach Ausfällen arg gebeutelt, kam auf einen Altersdurchschnitt von etwa 20 Jahren. Beim Kontrahenten, der OSG Fredersdorf-Vogelsdorf, waren wesentlich routiniertere Kräfte im Einsatz. Trainer Denis Wandersee setzte daher auf die "Schnelligkeit der Jugend". Mit einer offensiven Deckung wollte er Fehler beim Gegner provozieren, was in der Anfangsphase auch gelang.
Die Gäste überraschten ebenfalls mit einer offeneren Deckung, was den Gastgebern aber entgegen kam. Sie nutzten die Lücken in den Räumen zum Torerfolg. Mitte der ersten Hälfte war die Partie beim Stand von 6:6 ausgeglichen, doch dann stellten die Fredersdorfer auf eine 6:0-Defensive um und prompt bekamen die Bad Belziger Probleme. Dieser Abwehrriegel ließ sich nicht mehr so leicht knacken, zudem unterliefen ihnen im Angriff zahlreiche, unnötige Fehler. So baute die OSG ihren Vorsprung zur Halbzeit auf 15:10 aus.
Diesen Vorsprung konnten sie nach dem Seitenwechsel nicht entscheidend verringern. "Uns ist es nicht gelungen, mal drei Tore in Serie zu werfen, um den Gegner eventuell zu verunsichern", ärgerte sich Trainer Wandersee ein wenig. Doch er wollte nicht den Stab über seine Mannschaft brechen, denn aufgrund der Personallage musste einige Akteure durchspielen, obwohl ihnen eine Pause gut getan hätte. So ist am Ende die Niederlage mit 25:32 zwar durchaus verdient, aber zu hoch ausgefallen.
Viel wichtiger ist die Begegnung am kommenden Sonntag (19. Januar), erneut in heimischer Halle, gegen den HV Luckenwalde. Die MBSV-Mannschaft hat bei 5 Pluspunkten einen Zähler Vorsprung auf den Tabellenzehnten. Trainer Wandersee schätzt den Gegner aber stärker ein, als es die momentane Tabellensituation ausdrückt. "So einfach wie im Hinspiel wird es nicht werden", das mit einem 27:27-Unentschieden endete. Für diese wichtige Partie hofft der Trainer wieder auf den Einsatz von Dominik Starik und Hannes Richter.
MBSV: Kamradt, Wetzel, Ringewald, Kernke 9/2, Hainke, Dalibor 2, Wernicke 2, Meyer 6, Merten, Galle 6/1.