Ein buntes Markttreiben herrschte auf dem Görzker Schützenplatz am vergangenen Wochenende. Eigentlich war der mehrmals verschobene Töpfermarkt direkt auf der Aschenbahn des Sportplatzes geplant. Da wäre jedoch viel von dem Feeling verloren gegangen. Nach nochmaliger Ortsbegehung und Ausmessen war Töpfermeister Peter Ludwig jedoch der Meinung, dass alle auf den Schützenplatz passen. „Das hat einfach mehr Flair“, so Ludwig zufrieden mit dieser Entscheidung.

Ausstellug weiterhin besuchbar

Außerdem hatte man eine bessere Kontrolle, wie viele Menschen sich auf dem Markt aufhalten, denn immerhin mussten noch gewisse Corona-Regeln eingehalten werden. Aber die Lage war sehr entspannt und blieb im Rahmen. Der einzige Nachteil war die Entfernung zum Handwerkerhof. Denn dort präsentierten sich die Töpfer des Ortes in einem eigenen Raum. Einige fanden trotzdem den Weg in die Ausstellung. Diese kann auch jetzt noch jederzeit besucht werden. Geöffnet ist jeweils von Mittwoch bis Sonntag von 13 bis 16 Uhr oder nach Vereinbarung. Mehr Infos gibt es auf http://www.toepferort-goerzke.de .

Von Anfang an dabei

Viele Töpfer aus nah und fern präsentierten ihre Waren auf dem Markt. Einige sind schon seit dem ersten Töpfermarkt dabei, wie Udo Hirche und Sohn Kurt aus Krauschwitz bei Bad Muskau. Das Geschirr und auch die Figuren der Firma sind ein Hingucker. Das kleine Unternehmen hat Tradition seit mehreren Generationen. Kurt Hirche setzt diese fort, er hat bei Töpfermeister Peter Ludwig das Handwerk von der Pike auf gelernt. „Er musste in die Welt hinaus, um auch etwas anderes zu sehen“, schmunzelt Vater Udo.

Aus Niedersachsen in den Fläming

Mit neuen Ideen kam Petra Schubert nach Görzke. Ihre Heimat ist Warmsen in Niedersachsen. Sie kombinierte Töpferwaren mit Pflanzen. „Es ist sehr zeitaufwändig, so etwas zu machen“, erzählt sie. Erst muss die Keramik hergestellt werden. Dann erfolgt die Bepflanzung mit Steingartenpflanzen. Die Töpfe und Schalen können durchaus draußen stehen. Wer sie im Zimmer halten möchte, sollte die Pflanzen regelmäßig besprühen.

Ostermarkt auf der Breiten Straße

Auch Töpfermeister Winfried Wagner aus Görzke durfte auf dem Markt nicht fehlen. „Die Besucher empfanden das neue Ambiente schön“, so sein Fazit. Aber auch er bedauerte, dass die Museen so ein bisschen abgeschnitten waren. Und hofft im kommenden Jahr auf einen Ostermarkt in der Breiten Straße. Zumal der Schützenplatz dann noch nicht so einladend aussieht wie jetzt, wo alles grün ist. Auch könnte schlechtes Wetter diesen in ein matschiges Etwas verwandeln. Da ist die Straße dann besser geeignet und zusätzlich hat man auf dem Handwerkerhof Möglichkeiten, sich unterzustellen oder aufzuwärmen, falls es regnen sollte.

Auch andere Gewerke präsentierten sich in Görzke

Neben den Töpfern präsentierten auch andere Gewerke ihre Kunst. Es gab handgefertigten Schmuck, Korbwaren, Holzmöbel und Dekoartikel. Und natürlich auch etwas für das leibliche Wohl. Am Verkaufswagen von Fleischer Stefan Zimmermann hieß es, anstehen. Den Gästen des Marktes gefiel es in der neuen Form, wie Familie Renke aus Jüterbog. Sie waren das erste Mal in Görzke und auf der Suche nach ganz bestimmten Dekoren in blau und weiß. Und wurden fündig am Stand von Andrea Lehnort aus Gehren in Thüringen. Die Tasse mit den Herzchen ist doch wirklich was fürs Herz, meinte das Ehepaar. Zusätzlich wollten die beiden den Nachmittag für eine kleine Radtour durch den Fläming nutzen.
So war der Töpfermarkt in diesem Jahr zwar etwas anders, aber nicht weniger schön. Das Echo der Besucher war jedenfalls durchweg positiv.