Immer wieder spannend sind die Bodenrichtwerte, die der Gutachterausschuss ermittelt und beschließt. Für den Landkreis Potsdam-Mittelmark waren dies 338 Bodenrichtwerte für baureifes Land und sechs Bodenrichtwerte für land- und forstwirtschaftliche Flächen.
Davon entfallen 291 Bodenrichtwerte auf historisch gewachsene Ortslagen, 19 auf Wohnparksiedlungen, 20 auf Gewerbegebiete, acht Bodenrichtwerte auf Sondergebiete Erholung sowie zwei auf Ackerland, Grünland und Forstflächen. Die Bodenrichtwerte spiegeln den Grundstücksmarkt des Jahres 2020 wider.

In 269 Bodenrichtwertzonen wurden die Bodenrichtwerte angehoben

Für 43 Bodenrichtwertzonen bleibt das Preisniveau gegenüber dem Vorjahr unverändert. In 269 Bodenrichtwertzonen wurden die Bodenrichtwerte um einen Euro pro Quadratmeter bis zu 130 Euro pro Quadratmeter angehoben.  Eine Erhöhung der Bodenrichtwerte um einen Euro pro Quadratmeter bis zehn Euro pro Quadratmeter wurde 154 mal vorgenommen. In 115 Gebieten wurden Bodenrichtwerte um zwölf Euro pro Quadratmeter bis 130 Euro pro Quadratmeter angehoben. Zwei Bodenrichtwerte sind um einen Euro pro Quadratmeter  beziehungsweise um 20 Euro pro Quadratmeter gesunken (im Gewerbegebiet Beelitz und für Wohnbauflächen in Fichtenwalde).

Richtung Potsdam und Berlin sind die Preise am höchsten

Die höchsten Bodenrichtwerte für Wohnbauland sind - wie in den Vorjahren - rund um die Landeshauptstadt Potsdam und angrenzend an die Bundeshauptstadt Berlin zu finden. Hier bewegen sich die Bodenrichtwerte zum Beispiel in Kleinmachnow zwischen 310 Euro pro Quadratmeter und 900 Euro pro Quadratmeter und in Werder (Havel) zwischen 260 Euro pro Quadratmeter und 350 Euro pro Quadratmeter für Wohnbauflächen.  Die höchsten absoluten Anhebungen gab es in Michendorf, Teltow, Stahnsdorf, Bad Belzig (15 Euro pro Quadratmeter bis 75 Euro pro Quadratmeter), Werder (Havel) und Kleinmachnow, wobei auch Gewerbegebiete betroffen sind.  Die höchsten Bodenrichtwerte in Gewerbegebieten sind in Kleinmachnow und Teltow zu verzeichnen.

Bauen zwischen Bad Belzig, Brück und Niemegk

In Zahlen: In Bad Belzig Wohnpark Klinkengrund / Wohnpark Kiefernweg/Lärchenweg / Kurparsiedlung ist der Richtwert angestiegen auf 120 Euro pro Quadratmeter. In Borkwalde Ortslage ist ein Anstieg auf 110 Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen; im Brücker Wohnpark Gänsematen ein Anstieg auf 190 Euro pro Quadratmeter. Ansonsten ist der Ankauf von Bauland eher günstig. So schwanken die Preise pro Quadratmeter zwischen acht Euro in Benken, 13 Euro in Klepzig, zehn Euro in Groß Marzehns, 14 Euro in  Locktow, 17 Euro in Hohenwerbig, zehn Euro in Görzke GT Börnecke und Görzke GT Dangelsdorf, 14 Euro in Schwanebeck und Werbig, 17 Euro in Lütte und sieben Euro in Groß Briesen.

Preise für Ackerland, Grünland sowie für Forsten ermittelt

Neben den Bodenrichtwerten für baureife Grundstücke hat der Gutachterausschuss Werte für landwirtschaftlich genutztes Ackerland und Grünland sowie für Forsten inklusive Aufwuchs ermittelt.  Im Berliner Umland beträgt der Bodenrichtwert für Ackerland 0,81 Euro pro Quadratmeter und im weiteren Metropolenraum 0,89 Euro pro Quadratmeter. Für Grünland betragen die Bodenrichtwerte in den beiden Bereichen 0,72 Euro pro Quadratmeter und für forstwirtschaftliche Flächen 0,71 Euro pro Quadratmeter und 0,59 Euro pro Quadratmeter.

Werte einsehen


Die Bodenrichtwerte werden ab März im Bodenrichtwertportal BORIS des Landes Brandenburg unter der Internetadresse www.boris-brandenburg.de veröffentlicht. Das Abrufen von Bodenrichtwertinformationen im PDF-Format aus dem Bodenrichtwertportal ist gebührenfrei. Ebenso können Interessierte bei der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses Auskünfte über Bodenrichtwerte erhalten. Telefonische Auskünfte unter 03328 318-311 bis -314 oder -323 sind gebührenfrei, schriftliche an den Landkreis Potsdam-Mittelmark, Fachdienst Kataster, Vermessung und Grundstückswertermittlung, Potsdamer Straße 18A in 14513 Teltow, gebührenpflichtig.