„Ein hässliches Entlein ist ein schöner Schwan geworden“, so der Brücker Amtsdirektor Marco Köhler während eines Rundgangs durch die Plattenbausiedlung in Brück/Ausbau.
In den 1960er Jahren hatte die Nationale Volksarmee dort begonnen, Wohnraum für die Offiziersfamilien zu schaffen. Bis Anfang der 1980er Jahre wurde gebaut, die Siedlung war damals immer voll belegt.

2016 kaufen Investoren die Siedlung

Nach der Wende ging es mit dem aus neun Wohnblocks bestehenden Quartier bergab - bis die Siedlung 2016 mit dem Potsdamer Immobilien-Kaufmann Helmut Roling und seinem Geschäftspartner, dem Rechtsanwalt Matthias Lenhardt aus Berlin, neue Eigentümer fand. Zu diesem Zeitpunkt war die frühere Militärsiedlung nur noch zu einem Drittel vermietet und befand sich in desolatem Zustand.

Positive Entwicklung

„Wir hatten schon Angst, dass der Abriss droht. Das Areal lag wie ein einem Dornröschenschlaf“, so Köhler weiter. Die jetzt erfolgte positive Entwicklung der Siedlung als auch die weiteren Pläne der Investoren werden in der Stadt und im Amt Brück mit großer Freude gesehen. Deshalb will man unterstützen. Unter anderem mit der Aufstellung eines Wartehäuschens, damit Schulkinder und Nutzer des Öffentlichen Personennahverkehrs von Brück/Ausbau beim warten auf dem Bus nicht länger im Regen stehen.

Zweiter Bauabschnitt der Sanierung läuft

Aktuell laufen die Sanierungsarbeiten des zweiten Bauabschnitts auf Hochtouren. Die Bauarbeiter geben sich in den letzten fünf Blocks quasi die Klinke in die Hand.
Bis zum Ende des kommenden Jahres sollen dann alle 240 Wohnungen in den neun Plattenbauten komplett saniert sein. Jede einzelne wird einen Balkon haben, barrierefrei oder barrierearm zugänglich sein. Mieter von Erdgeschosswohnungen erhalten wiederum einen kleinen Garten zur eigenen Nutzung.

Begehung mit Investor Roling

Auf der gemeinsamen Runde durch das immer schöner werdenden Viertel, Investor und Mitbesitzer Helmut Roling führte über das Areal, konnten sich die Besucher ein Bild von der Verwandlung machen.
„Die Blumen vor den Häusern haben schon geblüht, da waren die Handwerker noch gar nicht raus“, so Bürgermeister Matthias Schimanowski. Neben 200 Obstbäumen, von denen 50 schon gepflanzt sind, wollen die Investoren zusätzlich einen Naschgarten mit diversen Beerensträuchern anlegen lassen. „Wir wollen Wohnen mit einer besonderen Note“, so Roling.

Ein Spielplatz für 30.000 Euro

Vor dem neuen Spielplatz macht die Gruppe erneut hat. 30.000 Euro wurden in die Spielgeräte und den Platz investiert. „Das war ein großer Wunsch von mir“, so der aus Westfalen stammende Roling. Ein Mehrgenerationenspielplatz inmitten einer Parkartigen Anlage soll folgen. In Planung sind ferner der Bau einer Kindertagesstätte für bis zu 60 Kinder und die Erneuerung des alten ehemaligen Konsums - als Mittelpunkt der Wohnanlage - der Raum für einen Lebensmittelhändler, eine Bäckerei mit Cafe und für weitere Dinge des täglichen Bedarfs bietet.

Großes Interesse an familienfreundlichem Wohnen

Das Interesse an den Wohnungen in der familienfreundlichen Siedlung ist schon jetzt groß. Nicht nur Menschen aus der hiesigen Region gehören zu den Interessenten, sondern auch aus Berlin, Potsdam und anderen großen Städten. Die günstige Miete von 7 bis 7,50 Euro für die sanierten Wohnungen sind ein Grund dafür; die Lage im Grünen, der günstige Bahnanschluss nach Berlin und Dessau sowie die Nähe zur Autobahn weitere.

Alle sanierten Wohnungen vermietet

Roling erklärt, dass alle bereits sanierten Wohnungen vermietet sind und dass es bereits Reservierungen für Wohnungen gibt, in denen jetzt noch die Handwerker den Ton angeben. Die neue Heizungsanlage, die nach neuester Brennwerttechnik arbeitet und gleichzeitig Strom erzeugt sowie die auf allen Dächern montierten Solarmodule die ebenfalls Strom produzieren, sind ein weiteres Plus. „Als Vorteil für die Mieter gibt es die Möglichkeit, günstigen ökologischen Strom zum niedrigsten Tarif zu beziehen“, erklärt der Investor diesbezüglich.