Ursprünglich war seitens der Stadt Bad Belzig angedacht, nach Vollendung der Arbeiten in Groß Briesen dieselben in Ragösen fortzuführen. Jetzt musste Bauamtsleiter Robert Wildgrube mitteilen, dass infolge der geplanten Herabstufung der Piste von einer Landesstraße zur Kreisstraße das Vorhaben für die Stadt Bad Belzig aktuell nicht umsetzbar ist. "Das ist eine Katastrophe für Ragösen", so Tobias Paul (CDU) im Anschluss an Wildgrubes Erläuterungen im Rahmen des Ausschusses für Wirtschaft und Finanzen.
Bereits seit der Wende wird der Zustand der Briesener Straße in Ragösen beklagt. Die noch vorhandene Fahrbahn samt der lückenhaft vorhandenen Gehwege ist in den vergangenen Jahren insbesondere durch den Schwerlastverkehr noch einmal erheblich in Mitleidenschaft gezogen worden. Teilweise unbefestigte Randbereiche und nicht vorhandene Bürgersteige gefährden Fußgänger und Radfahrer. Im Begegnungsfall weichen Fahrzeuge auf den unbefestigten Teil der Straße oder auf den Gehweg aus. Schlaglöcher reihen sich immer wieder aneinander. Für deren nie lange haltenden Ausbesserungen muss die Stadt Bad Belzig immer wieder Geld investieren. Ein Neubau der Bürgersteige wird auch aus diesem Grund seit langem als zwingend notwendig erachtet; die erforderlichen Eigenanteile der Stadt stehen bereit.
"Mit Schreiben vom 15. August teilte uns der Landesbetrieb mit, dass sich für die L 941 ein neuer Sachstand ergeben hat. Die Landesstraße L941 hat keine Landesstraßenfunktion mehr und ist nunmehr Bestandteil des Grünen Netzes auf Grundlage des Straßennetzkonzeptes 2008 und soll entsprechend umgestuft werden", so Wildgrube.
In seinen Erläuterungen verwies er auch darauf, dass in der Folge der geplanten Umstufung, keine Mittel für einen Ausbau beziehungsweise Teilausbau der L 941 durch den Landesbetrieb Straßenwesen mehr zur Verfügung stehen und das Vorhaben deshalb nicht mehr wie geplant stattfinden kann.
Nachfolgend empfahlen die Mitglieder des Ausschusses, das Umstufungsverfahren erst einmal abzuwarten und den Ausbau der Bürgersteige entlang der L 941 abzusagen. Mit dem späteren Baulastträger soll ein erneuter Anlauf zum Ausbau der Straße genommen werden.
Mit Blick auf den Zustand der kaputten Gehwege an der Briesener Straße in Ragösen heißt es in der Vorlage an die Ausschussmitglieder weiter, dass eine längerfristige Unterhaltung "durch kleinteilige Instandsetzungsmaßnahmen technisch und wirtschaftlich nicht vertretbar" sei und dass, "mittelfristig die vorhandenen Gehwege aus Gründen der Verkehrssicherheit gesperrt werden" müssen. Eine Katastrophe.