Zwei Jahre lang war Dr. Christiane Moldenhauer als Pfarrerin im Entsendungsdienst in der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Hoher Fläming Bad Belzig tätig. Während dieser Zeit hat sie die Menschen in der Gemeinde, den Pfarrsprengel in seiner Größe, und Menschen, die anderen oder keiner Konfession angehören, kennen gelernt. Im Miteinander wuchs Verbundenheit - Verbundenheit, die mit ausschlaggebend dafür war, dass die 40-Jährige auch weiterhin als Pfarrerin in der Gemeinde tätig sein wird.

Gemeinde strebte eine Fortsetzung der Zusammenarbeit an

Als die Entsendungszeit zu Ende ging, stand für die Gemeinde fest, die Pfarrstelle nicht ausschreiben zu wollen und die 2019 begonnene Zusammenarbeit fortzusetzen. Und so kam die Pfarrerin mit Freude der Bitte des Gemeindekirchenrates nach, in hiesiger Region ihre berufliche Zukunft fortsetzen zu wollen. Weitere zehn Jahre wird Dr. Christiane Moldenhauer damit in der Evangelischen Kirchengemeinde St. Marien Hoher Fläming Bad Belzig tätig sein.

Superintendent Siegfried-Thomas Wisch und ließ Stationen in Moldenhauers Leben Revue passieren

Am vergangenen Sonntag wurde sie feierlich in das Amt eingeführt. „Die Pfarrstelle mit ihr zu besetzen, ist schön. Die gute Arbeit kann damit weitergehen“, sagte Superintendent Siegfried-Thomas Wisch und ließ Stationen in Christiane Moldenhauers Leben Revue passieren. Geboren in Lauchhammer, promoviert in Greifswald - die Vita ist besonders -  missionarisch tätig mit Studierenden in Marburg, als Pflegehelferin in einem Seniorenheim und einem Hospiz in Israel und als Vikarin in der Berliner Stadtmission. „Da ist es nicht selbstverständlich, dass sie sich beruflich hier niedergelassen hat“, so Wisch weiter.
Doch der ländliche Raum konnte sie nicht abschrecken, im Gegenteil. Mit Freude im Herzen hat sie in den vergangenen zwei Jahren bereits in vielen Bereichen „gegärtnert“ - das Evangelium kommuniziert.

Christiane Moldenhauer gestand Aufregung und Anspannung vor dem Gottesdienst

„Für mich fühlt sich dieser Tag heute fast wie Weihnachten an“, sagte Christiane Moldenhauer in ihrer Predigt. Sie gestand, dass die Anspannung vor dem Gottesdienst etwas größer war als sonst - auch die Kirche war voller als gewöhnlich - eben wie an Weihnachten. In diesem Zusammenhang war ein kleiner Seufzer gestattet - Schließlich konnte das letzte Weihnachtsfest bedingt durch die Pandemie nicht in einer vollen Kirche gefeiert werden. Ihr gelang, bei fast 30 Grad und strahlendem Sonnenschein im Freien, sanft ein Stück vom Zauber der Weihnacht über den Einführungsgottesdienst wehen zu lassen. Ganz ohne Weihnachtsbaum, ohne Pfefferkuchen, und ohne „Oh, du fröhliche“.
Bei den sich anschließenden Grußworten wurde deutlich, wie froh und dankbar Menschen aus Stadt und Land sind, dass Dr. Christiane Moldenhauer weiter als Pfarrerin in hiesiger Region tätig sein wird. Bürgermeister Roland Leisegang sagte: „Uns verbindet mehr als der Glaube. Uns verbinden auch regelmäßige Spaziergänge durch die Stadt, bei denen wir über Gott und die Welt und über kleine Probleme der Stadt reden, die Lösungen brauchen.“