Die Hüllensanierung an der Zixdorfer Kirche ist auf der Zielgeraden. Dieser Tage werden die letzten Arbeiten erledigt, bevor das Baugerüst in der kommenden Woche wieder abgebaut wird.
„Jetzt erfolgt nur noch das finishing“, sagt Dr. Klaus Schmidt von der in Brandenburg/Havel ansässigen Firma Krekeler Architekten Generalplaner GmbH. Am Dienstag war er auf der Kirchenbaustelle in Zixdorf vor Ort. Ferner die Diplom-Ingenieurin und Baupflegerin des Evangelischen Kirchenkreises Mittelmark-Brandenburg, Andrea Molkenthin, Pfarrer Daniel Geißler und Wolfgang Lubitsch vom Gemeindekirchenrat.

Frischer Putz und getauschte Balken

In gemeinsamer Runde wurde unter anderem der sanierte Kirchturm mit den ausgetauschten Balken und dem frischen Putz am neu ausgemauerten Fachwerk unter die Lupe genommen. Den Arbeiten der beteiligten Baufirmen wurde bei der Gelegenheit Respekt gezollt, sodass die Sanierung des Kirchturms damit so gut wie beendet ist. Schmidt erklärte, dass die Nordseite desselben die größten Schäden aufgewiesen hatte und dass die im August begonnenen Arbeiten reibungslos verliefen.

Fledermäuse durchkreuzten Sanierungsbeginn

„Eigentlich wollten wir ja schon im Frühjahr mit der Sanierung beginnen“, ergänzt Pfarrer Daniel Geißler. Doch dieser Plan wurde von Fledermäusen durchkreuzt. Biologen hatten im Rahmen des Genehmigungsverfahrens während ihrer Begutachtungen vor Ort Fledermauskot im Turm entdeckt. In dieser Folge wurde der Baustart ausgebremst. Für den Fall, dass die  geheimnisvollen Flatterer - die jedoch niemand zu Gesicht bekommen hatte - Nachwuchs aufziehen, sollten die Arbeiten über den Sommer ruhen. Mitte August, nach Beendigung der Nachwuchsfledermausaufzucht, fiel dann der Startschuss für die 140.000 Euro teure Hüllensanierung der Zixdorfer Kirche.

Dachdeckung aus Mönch und Nonne

Dass die Hüllensanierung besonders ist, steht nicht nur für die Dorfbewohner außer Frage und wird von den Experten bestätigt, die gleich eine ganze Reihe von Punkten aufzählen, die dies belegen. So hat die Kirche eine Dachdeckung aus Mönch und Nonne - Dachsteinen die auch als Klosterziegel bezeichnet werden. „Keine andere Kirche weit und breit hat eine solche Eindeckung“, bestätigt Andrea Molkenthin. „Es ist ein sehr schönes Dach“, so Architekt Dr. Klaus Schmidt weiter. Worauf Pfarrer Daniel Geißler sagte: „Und die Innenausmalung ist noch zehnmal schicker“.

Innenausmalung der Kirche folgt 2021

Die Restaurierung derselben erfolgt 2021. Mit weiteren 260.000 Euro sollen die in rot, blau, grün und orange gehaltenen Jugendstilmalereien an der Kirchendecke, der Empore, den Wänden usw. wieder zum Strahlen gebracht werden. Damit die vor über 100 Jahren erfolgte Ausmalung der Kirche auch nachfolgenden Generationen erhalten bleibt, hatte die Kirchengemeinde eine Sanierung derselben angestrebt. Im Rahmen der Bestandsaufnahme wurde dann festgestellt, dass auch der Turm mit der Gebäudehülle Sanierungsbedarf hat. „Bevor die Malereien restauriert werden konnten, mussten wir also die Hülle in Ordnung bringen“, so Lubitsch über die Arbeiten.