Den Brauch des Schenkens gibt es praktisch in allen Kulturen. Geschenke helfen uns neue Beziehungen zu knüpfen und Bestehende zu pflegen, zu vertiefen und auch zu erneuern. Es gibt wohl kaum jemanden der sich nicht über ein passendes und vielleicht auch unerwartetes Geschenk freut. Und darum geht es im SchenkRaum Fläming.

2017 zog der SchenkRaum Fläming von Wiesenburg nach Borne

Seit fast 10 Jahren, geboren aus der „Bürgerinitiative Schenkraum Wiesenburg“, wechseln unzählige und verschiedenste Gegenstände wie Kleider, Spielzeug, Bücher, Haushaltswaren, technische Geräte und vieles mehr dort die Besitzer, ohne das Geld im Spiel ist. 2017 zog der SchenkRaum Fläming nach Borne und erfreut sich weiterhin wachsender Beliebtheit.

Mary Korn erhält mit ihrem Team das Projekt ehrenamtlich am Leben

Es geht allerdings nicht nur ums Schenken und Verschenken, sondern auch um Umweltbewusstsein und einen neuen Blick auf die Konsumgesellschaft. Mary Korn, die mit ihrem Team das Projekt ehrenamtlich am Leben erhält, beteuert, dass ihr die Wiederbenutzung vieler Dinge und damit die Verringerung von Abfall sehr am Herzen liegt. Außerdem sei der SchenkRaum ein Ort der Begegnung wo sich Arm und Reich, verschiedene Kulturen und Nationalitäten, Flüchtlinge und Bürger der Umgebung, Groß und Klein die Klinge in die Hand geben. „Jeder ist herzlich willkommen“, so Korn, was nicht zum Konzept vieler anderer Schenkinitiativen in Deutschland gehört, wo zum Teil Eintritt verlangt wird oder der Erhalt von Harz 4 nachgewiesen werden muss. So etwas soll es im SchenkRaum Fläming nie geben.

Seit Ende Mai sind die Türen wieder samstags von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet

Die letzten zwei Jahre waren nicht einfach für Korn und ihr Team. Durch die Corona Bestimmungen musste das Projekt hauptsächlich auf Einzeltermine umschwenken. Mary Korn ist besonders stolz, dass sie und ihre Mitarbeiter es geschafft haben den SchenkRaum in den letzten 24 Monaten am Leben zu erhalten. Seit Ende Mai sind die Türen wieder regelmäßig samstags von 14.00 bis 16.00 Uhr geöffnet. Die Nachfrage ist stetig und zeigt, dass sich der SchenkRaum weiterhin großer Beliebtheit erfreut.

Die Abfallversorgung und das Decken der laufenden Kosten bereiten dem Team Sorgen

Natürlich gibt es immer wieder Probleme zu lösen wie zum Beispiel Abfallversorgung und das Decken der laufenden Kosten. Der SchenkRaum Fläming lebt ausschließlich von Spenden, wovon alle anfallenden Ausgaben gedeckt werden müssen. Leider gibt es immer wieder Menschen, die unbenutzbare Dinge wie verdreckte Kleidung, kaputte Elektrogeräte, und sonstige unverwertbare Dinge einfach beim SchenkRaum abstellen. „Müll ist definitiv unser größtes Problem“, sagt Korn, die jeden Monat mindestens 40 Stunden ehrenamtliche Arbeit in das Projekt investiert. Trotzdem überwiegt das Positive: der Kundenkontakt, ihr tolles Team – dem sie besonderen Dank ausspricht, die Freude im Gesicht der Menschen die genau das Richtige für sich gefunden haben und das Pflegen von Wiederverwertbarkeit. Genug Gründe um mit Zuversicht in die Zukunft zu schauen. Weitere Infos: www.schenkraum-flaeming.de/index.php.