Dort kochten jedoch nicht, wie gewohnt, die Landfrauen des Kreisbauernverbandes, sondern mit ihnen 26 Schüler des Bad Belziger Fläming Gymnasiums. Ein Wandertag hatte die Gymnasiasten nach Ragösen und, aus besonderem Anlass, an die Kochtöpfe und Pfannen gelockt. Elternsprecherin Diana Nickel erklärt, dass die Schüler für ihre Eltern kochen wollten, damit auch sie sich außerhalb des Klassenraumes kennenlernen konnten.
Zur Verwirklichung der Idee wurde ein Projekttag daraus entwickelt. "Wir wurden angefragt, fanden die Idee toll und boten an, mit den Schülern zu kochen", sagt Kornelia Hurtig von der Geschäftsstelle des Kreisbauernverbandes. Dann begann die Feinplanung für den besonderen Tag, inklusive der Menüvorbereitung.
Die Landfrauen Christiane Herm und Roswitha Kabelitz aus Groß Briesen sowie Anita Dichte und Monika Schutny aus Golzow hatten sich ebenfalls bereit erklärt, den Projekttag der Schüler zu unterstützen und sich in den Dienst der Sache zu stellen.
"Ohne ihre Hilfe wäre es nicht möglich", betont Kornelia Hurtig. Unter Anleitung der fünf versierten Landfrauen und perfekten Köchinnen begann für die Schüler gleich nach ihrer Ankunft die Arbeit.
Unter anderem mussten Kartoffeln geschält, Möhren geraspelt, Äpfel entkernt, Kürbisse aufgeschnitten und Kräuter gewaschen werden. Schließlich hatte es das Menü, dass die Schüler für ihre Eltern zubereiten wollten, in sich. Creps mit pikanten und süßen Füllungen, Bouletten, eine Kürbissuppe, Möhrenrohkost und Gemüsesticks, ein Kartoffelauflauf, Ofengemüse, Waffeln mit Apfelkompott, diverse Brotaufstriche, ein schwedischer Apfelkuchen, ein Apfelkuchen mit falschem Hefeteig, Kräuterbrause und Mixmilchgetränke sollten am Abend auf dem Buffet stehen. Die Schüler hatten in dieser Folge viel zu tun. Unter Anleitung der erfahrenen Landfrauen gelang jedoch jede, auch noch so große Herausforderung, die zu meistern war.
Besonderes Augenmerk war im Vorfeld darauf gelegt worden, dass die zu verarbeitenden Produkte aus der Region stammen und einzig saisonales Gemüse verarbeitet wird. "Große Unterstützung erhielten wir dabei vom Biobauern Alt", betont Diana Nickel. Er sponserte Pastinaken und Mangold, Kartoffeln und Möhren, Porree und Rote Beete. Weitere Produkte steuerten die hilfsbereiten Landfrauen bei, die über eine Kooperation mit dem Paradieshort Dippmannsdorf in der Vergangenheit bereits des Öfteren mit Schülern gebacken und gekocht hatten.
Am Nachmittag, als die Speisen zubereitet waren, stellte das Team des Kreisbauernverbandes den Schülern Berufe in der Landwirtschaft vor und vermittelten eine zusätzliche Portion Wissen rund um Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten in den grünen Berufen. Voll des Lobes waren am Abend nicht nur die Eltern der Schüler, sondern auch Klassenlehrer Kai Hoffmann.