Die 52-Jährige erklärt: "Ich suche Menschen, die Lust und Interesse haben, mit mir an Ideen zu arbeiten, die das Wohngebiet Klinkengrund lebenswerter machen."
Unter den knapp 2.400 Menschen, die im Quartier zu Hause sind, müssten die doch eigentlich zu finden sein. Oder sind Menschen, die sich für ihr Wohngebiet engagieren, wirklich schon rar geworden? Sicherlich nicht!
Projekte, die in den vergangenen Monaten über das Förderprogramm "Soziale Stadt" und damit auch über und mit der Begegnungsstätte Klinke 1 verwirklicht wurden, haben eigentlich gezeigt, dass es sehr wohl engagierte Menschen im Wohngebiet Klinkengrund gibt.
Doch damit ist es nicht genug. Lydia Näther sucht weitere Bewohner, die für ihr Lebensumfeld eintreten, die sich für den Klinkengrund engagieren wollen. Zur Umsetzung ihrer Idee eines Organisationsteams sucht die Quartiersmanagerin beispielsweise etwa vier bis sechs Leute.
"Um Aktionen und Veranstaltungen zu organisieren, ist ein Stab von Menschen notwendig, die ihren Lebensmittelpunkt im Wohngebiet haben und sich hier auskennen", erklärt Lydia Näther.
Der Stadtteiltreff Klinke 1 in der Hans-Marchwitza-Straße 1 bietet den für die Arbeit nötigen Raum für Austausch und Miteinander. Regelmäßige Treffen sollen wiederum dazu beitragen, Ideen zu sammeln, zu entwickeln und natürlich auch umzusetzen.
"Ohne Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, ist es leider nicht möglich, attraktive Angebote über das Jahr zu schaffen. Sie wohnen in einem schönen Wohngebiet, wo es sich lohnt, zu investieren", wirbt die 52-Jährige. Auch diejenigen, die vielleicht schon die eine oder andere Idee haben, jedoch nicht wissen wie eine solche umgesetzt werden könnte, sind bei Lydia Näther im Kieztreff in der Klinke 1 an der richtigen Adresse. "Kommen Sie zu mir. Lassen Sie uns über ihre Ideen reden", so die Quartiersmanagerin und Sozialarbeiterin und betont, dass kleine als auch große Projekte finanziert werden können.
Und natürlich hat auch sie schon konkrete Ideen parat, die sie gern verwirklichen möchte. Dazu gehört unter anderem ein Trödelmarkt im Frühjahr und die "Eröffnung" eines "Klinkencafés" - natürlich in den barrierefrei zugänglichen Räumen der Klinke 1.