Zu danken ist der sanierte Leiterwagen dem Engagement von Michael Prinz aus Fredersdorf.
Nach den Beweggründen befragt, warum er soviel Arbeit in einen alten Leiterwagen steckte, sagt er, dies sei für ihn eine Herzensangelegenheit gewesen.
"Für das Dorf und für meine Familie habe ich den alten Wagen aufgearbeitet", sagt er und erzählt, dass viele Erinnerungen mit demselben verbunden sind. Zu den Erinnerungen der jüngeren Zeit gehört, dass der Leiterwagen bei den legendären Fredersdorfer Bettenrennen mit über den Parcours rollte. Bis zum Jahre  2008 wurde das weit über die Region hinaus bekannte Event von der örtlichen Sportgemeinschaft organisiert. Mit dem Ende des Bettenrennens wurde der alte Leiterwagen von seinem Besitzer in die Scheune gerollt. Bis er aus seinem - warum nicht sagen "Dornröschenschlaf" - erweckt wurde!
Original getreu saniert und mit Strohbunden beladen weckt derselbe daneben auch Erinnerungen, die bereits viele Jahrzehnte zurückliegen.
Wie viele Heufuhren auf ihm geladen wurden, vermag niemand zu sagen. Nur soviel: es waren viele, sehr viele. Über lange Zeit rollte der Wagen zuverlässig Kilometer für Kilometer über Feldwege und Kopfsteinpflaster. Anfangs von seinem Besitzer noch mit einem Pferd bespannt, später mit einem kleinen Traktor.
"An Leiterwagen wie diesen hängen auch für mich viele Erinnerungen. Als Kinder waren wir früher immer mit unseren Eltern beim heuen auf den Wiesen mit dabei", sagt Heidrun Jordan, die in heute in Bad Belzig lebt -  in Fredersdorf jedoch ihre Kindheit verlebt hat. Sie erzählt, dass beim laden der Heufuhren jeweils großes Geschick erforderlich war, damit die Gespanne mit den hoch beladenen Wagen auf ihrem Weg von den Wiesen bis auf die heimischen Gehöfte nicht die kostbare Fracht verloren. Wagen an Wagen rollten in jener Zeit während der Ernte durch das Dorf. Gezogen von Kühen, Pferden und späterhin Traktoren. Einige der Wagen könnten in der Werkstatt des damals in Fredersdorf ansässigen Stellmachers entstanden sein.
An die Stellmacherwerkstatt im Dorf erinnert sich der junge Mann, der mit dem restaurierten Leiterwagen der Dorfgemeinschaft ein symbolisches Geschenk gemacht hat, nicht mehr. Aber an mit Traktoren oder Pferden bespannte Leiterwagen, die noch während seiner Kindheit das Dorfbild prägten.