Im Gegensatz zu der Damentrainerin Edit Billinger kennt Wendland den Verein in und auswendig. Mit sieben Jahren durchlief der Bad Belziger alle Altersstufen beim MBSV, ehe er als A-Jugendlicher bei der SG Narva  in Berlin anheuerte. Nach einem Jahr wechselte er zunächst nach Dessau, doch da er in Beelitz eine Ausbildung als Erzieher begann kehrte er zu seinem Heimatverein zurück.
Mit 21 Jahren zog er sich eine schwere Knieverletzung zu, die ihn in seiner aktiven Laufbahn extrem behinderte. Wendland stellte sich zwar immer wieder in den Dienst der Mannschaft, doch eine komplette Spielzeit konnte er nicht mehr durchhalten. In der Vorsaison reichte es meist zu zehn Minuten Spielzeit, dann musste er zurück auf die Bank, damit die Physio wieder zum Einsatz kam. Zum Ende der Hinserie hörte Wendland dann komplett auf, da für die Operation das Knie nicht angeschwollen sein durfte. Die Operation ist gut verlaufen, mittlerweile konnte der 24-Jährige wieder mit dem Laufen beginnen.
Doch dies ändert nichts an seinem Entschluss seine aktive Laufbahn zu beenden, aber dank des Trainerpostens weiter  mit dem Handballsport verbunden zu sein. Bereits 2016 übernahm er die C-Jugend. Wenig später nahm er auch an Lehrgängen für die Trainer C-Lizenz teil. Der Handballverband Brandenburg versagte ihm zwar aufgrund eines Formfehlers die Anerkennung, doch das fehlende Modul möchte Wendland, sobald es erlaubt ist, nachholen. Für die Verbandsliga bedarf es zwar keine Trainerlizenz, doch was er begonnen hat soll auch vollendet werden.
Mittlerweile wurde schon das erste Training im Stadion absolviert, aber wichtiger war Wendland die erste Mannschaftsversammlung Ende Juni. Groß vorstellen musste sich der Erzieher zwar nicht, doch er umriss, was er von seinem Team erwartet und wie er bei der Zielerfüllung vorgehen möchte.
Die kommende Spielzeit wird für die Bad Belziger erneut kein Selbstläufer.  Zahlreiche Abgänge, einige Verletzte ließen den Kader arg zusammen schrumpfen.  Doch der Trainer erinnerte an eine Jugendmannschaft die er trainierte, die mit nur  sieben Feldspielern, plus zwei Torhütern Großes geleistet hatte. Das Geheimnis: enormer Trainingswille und Zusammenhalt. Wenn die MBSV-Männer einen ähnlichen "Korpsgeist" entwickeln  sollte das Ziel – frühzeitiger Klassenerhalt – machbar sein, so der neue Coach.
Gleich sechs Akteure haben sich abgemeldet.  Benjamin Hübeler und Michael Schröter wollen ihren Familien mehr Zeit gönnen, Robert Schlünz wird in einem neue Verein als Co- Trainer agieren,  Maximilian Kernke  sucht sich aufgrund der langen Fahrzeiten einen Verein an seinem Wohnort und Hannes Richter sowie  Ludwig Schmeißer verlassen zum  Studium ihre Heimat.
Dem stehen bislang drei Zugänge gegenüber.  Paul Opitz kommt  nach seiner einjährigen Pause zurück, David Bräuer steigt aus dem Jugendbereich hoch in die Männerwelt. Und mit Henry Zumpe versucht sich ein  Quereinsteiger, der  seit einem Jahr mittrainiert.
Damit verbleiben noch 14 Spieler, aber  auch da muss Georg Wendland ein paar Abstriche vornehmen.  Drei Spieler stehen aus gesundheitlichen Gründen erst einmal nicht zur Verfügung. Um  Paul Wachner, der ebenfalls an  Knieproblemen laboriert, kümmert sich Wendland Zurzeit intensiv. Aufgrund ihrer Rückenprobleme sind Domenik Starick und Jaime Baltrusch vom Training befreit. Zu allem Überfluss steht auch noch Jonas Galle bis März 2021 nicht zur Verfügung, da er sich auf die praktischen Prüfungen in seinem Sportstudium konzentrieren muss.
Nun bereiten sich die MBSV-Handballer zweimal die Woche in der Halle auf die kommende Saison vor. Der 1. Spieltag ist voraussichtlich am  27. September, wo das MBSV-Team bei der  OSG Fredersdorf/Vogelsdorf antritt. Das erste Heimspiel wäre am 2. Oktober gegen den HSV Luckenwalde.
Bis dahin haben die Bad Belziger noch einige Zeit sich den Feinschliff zu holen. In der Defensive wird der neue Trainer wohl eher auf eine offensive 6:0- beziehungsweise 5:1-Deckung setzen. Die früher auch eingesetzte 3:2:1-Variante kann zwar Fehlabspiele provozieren, doch von spielstärkeren Vertretungen kann sie leichter überwunden werden.  Im Angriff können die jungen Akteure hoffentlich  weiter ihre Schnelligkeit ausspielen – Tempogegenstoß-Tore sind  noch immer die leichtesten Treffer.