Wie sehr die Hitze zehrte, machte Hund Brösel deutlich, der unter den Flügeln einer "KATANA" nach Schatten suchte. Infolge der hochsommerlichen Temperatur kamen dann auch weniger Besucher als sonst zum alljährlichen Flugfest des Brandenburger Modellflugvereins. Was am strahlend blauen Himmel gezeigt wurde, war dennoch Spitzenklasse.
"Die Modellflugpiloten, die heute ihre Maschinen fliegen lassen, sind eine Klasse für sich. Sie spielen in einer besonderen Liga", sagte einer der interessierten Zuschauer, der kaum den Blick vom Himmel lassen konnte. Mehr als 100 Piloten gingen mit verschiedenen Modellfliegern an den Start. Vom Segler über Scaleflieger, Oldtimer, Turbinenjets, Motorflugzeuge, Copter, Helis und Eigenbauten. Die präsentierten Flugshows zogen das Publikum in den Bann.
Modellflugpiloten, die auf die Startfreigabe warteten, waren in dieser Folge auch immer wieder gefragte und bereitwillige Gesprächspartner.
Einer von ihnen war Till Kluge aus Zinnendorf. Seine  "Katana" ließ er zum dritten Mal in Damelang starten. Die nur 19 Kilogramm schwere Maschine hat eine Flügelspannweite von drei Metern. Als sie am Himmel ihre Bahnen zog, zog sie Rauchschwaden hinter sich her. "Das ist die eingebaute Smokeranlage", erklärt der Modellflugpilot. Er lobt die Veranstaltung und den Platz des Brandenburger Modellflugvereins in höchsten Tönen und verrät dann auch, wie er zu Fliegerei gekommen ist. "Über meinen Opa. Er hat mich früher mitgeschleift", sagt Kluge und lacht. Damit ist er beim Thema. Er erzählt, dass der Bausatz - aus dem sich der Opa vor Jahrzehnten ein Flugzeug bastelte - nicht mehr mit den heutigen Modellen vergleichbar ist und dass die Kunst des Modellflugs, Zeit braucht.
Dann wird Jens Freidank mit seiner Christen Eagle II angekündigt. Der Vorsitzende des Brandenburger Modellflugvereins rollt die als Doppeldecker ausgelegte Maschine auf die Startbahn -  und kurze Zeit später wieder herunter.
Aufgrund technischer Probleme wurde der Start abgesagt. "Sicherheit geht vor", erklärt der Moderator. "Das Querruder hat aufgeschwungen", so Freidank später und ergänzt, dass die Maschine noch in der Prüfphase sei. Drei Jahre hat er an ihr gebaut; nach mittlerweile acht erfolgreich absolvierten Flügen hat der neunte vor großem Publikum nicht sein sollen.
Dennoch ist das Modellflugfest ein voller Erfolg und die Veranstalter können mit fug und recht für sich beanspruchen, dass das Fest ein Veranstaltungshöhepunkt in der Region ist. Am späten Abend wird es sogar noch mit einem Nachtflugprogramm gekrönt.