„Wir sind so froh, endlich wieder öffnen zu dürfen“, sagt Juliane Wittig vom Naturparkzentrum Raben. Wenn auch unter Auflagen. Ein Besuch der neuen Ausstellung ist nur nach vorheriger Anmeldung möglich, am besten per Telefon. Das Format wird sehr gut angenommen.
Der Coronavirus-Lockdown bot den Firmen, die für die Umsetzung der Ausstellungsideen verantwortlich waren, ausreichend Zeit und Freiraum. Allerdings kamen einige Materialien, die aus dem Ausland eingeführt werden, nicht über die Grenze. Geplant war die Eröffnung eigentlich schon für 2020. Aber es war schnell absehbar, dass das nicht zu schaffen ist.

Vor dem zweiten Lockdown war Ausstellung fertig

Auch Absprachen haben in der jetzigen Zeit länger gedauert als gewöhnlich. Bereits im März 2019 hatte man Firmen für die Gestaltung beauftragt. Es sind Teile der alten Ausstellung zu sehen, aber auch Neues. So wollte der Naturpark das Thema Klimawandel mit einbinden und auch den Wolf. Von letzterem ist das präparierte Modell eines Jungwolfes aus dem Rudel Dobbrikow zu sehen. Im Oktober, also vor dem zweiten Lockdown, war alles fertig. Diejenigen Besucher, die schon da waren, waren begeistert, erzählt Juliane  Wittig.

„Ritterburgen, Rummeln, Riesensteine“ interessant in Szene gesetzt

Das Thema „Ritterburgen, Rummeln, Riesensteine“ wurde interessant in Szene gesetzt und ist auch für Kinder gut begreifbar. Vor allem, weil gerade diese sich auch praktisch betätigen können. Unter einem Mikroskop können verschiedene Pilze, Federn oder auch Flechten betrachtet werden. Um zu wissen, was dort auf dem Objektträger liegt, gibt es einen extra angefertigten Aufgabenzettel. Auf einem Modell der Region sind nicht nur Kirchen und Denkmäler zu sehen, über einen Kopfhörer gibt es die verschiedensten Klänge zu hören. Und nicht nur das Läuten der Kirchenglocken, sondern Vogelstimmen, Wolfsgeheul, Wasserplätschern und das Schlachtengetümmel auf dem Hagelberg. In einem Film werden die Brautrummeln gezeigt, als sie noch unter Wasser standen. Da kommt einigen sicher der Gedanke, ob an der alten Legende nicht doch etwas dran ist. Angeblich ist dort mal ein Brautpaar ertrunken, daher der Name. Und natürlich darf auch der bekannteste Vogel der Region, die Großtrappe, nicht fehlen. Zusätzlich brachten die ausführenden Firmen die Idee ein, den Fläming auch bei Nacht zu zeigen und präsentieren einen riesigen Vollmond.

Bastelstraße und Selfiestation für die Kinder

Sollte es den Kindern doch einmal zu langweilig werden, haben sich die Macher der Ausstellung etwas einfallen lassen. Zum einen gibt es eine kleine Bastelstraße. „Falte einen Wolf“, heißt dort die Aufgabe. „Da sind ja schon einige Exemplare zusammen gekommen“, freut sich Juliane Wittig. Noch interessanter finden die Kinder aber die Selfiestation. Dort können sie sich als Ritter oder Burgfräulein verkleiden und ein Selfie vor dem Foto der Burg Rabenstein machen. Da gab es schon „wilde Kämpfe“ haben die diensthabenden Kollegen berichtet.

Eineinhalb Stunden dürfen Besucher durch Ausstellung streifen

Das Zeitfenster für die Besucher beträgt eineinhalb Stunden. Nach Probeläufen wurde der Zeitraum festgelegt. Führungen können derzeit leider nicht angeboten werden, aber die Ausstellung ist selbsterklärend durch Fotos, Beschreibungen und Hörstationen mit dem entsprechenden Sound. Juliane Wittig hofft, dass das Naturparkzentrum offen bleiben kann und schaut etwas besorgt auf die Corona-Entwicklung der letzten Tage. Schon vorher war klar, dass auch die Samentauschbörse nicht in ihrer bisherigen Form stattfinden kann.

Vetschau/Raddusch

Aber Not macht bekanntlich erfinderisch und so steht am Eingang eine große Metallkiste für alle Tauschfreunde, die recht gut mit den verschiedensten Sämereien gefüllt ist. So können die Kleingärtner trotzdem ihre Samen untereinander tauschen und das gleichzeitig mit einem Ausstellungsbesuch verbinden.
Termine können gebucht werden unter der Telefonnummer 033848/60004. Geöffnet ist montags bis sonntags von 10.00 bis 16.00 Uhr. Weitere Informationen gibt es hier.
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