Was ist ein OK Lab? OK Lab - steht für Treffpunkt zu offenem Wissen - Ziel ist mehr Informationen zugänglich zu machen und miteinander zu vernetzen.
In einem Open Knowledge Lab treffen sich regelmäßig Menschen aus verschiedenen Bereichen, um gemeinsam analoge und digitale Lösungen zu entwickeln und praktische Projekte umzusetzen, die das Zusammenleben erleichtern. Die Open Knowledge Labs wurden im Jahr 2014 von der Open Knowledge Foundation als Treffpunkte für die digitale Stadtgesellschaft ins Leben gerufen.

OK Lab im Hohen Fläming ist eines von insgesamt 31 deutschlandweit

In Deutschland haben sich bisher 31 dieser OK Labs gegründet, die sich vor allem in Städten befinden. Die Community der OK Labs umfasst mehr als 500 Ehrenamtliche. Auch in Bad Belzig gibt es seit 2020 ein OK Lab, welches im Rahmen des Projekts „Alles auf Offen“ von Martin Koll und Neuland21 initiiert wurde. Hier treffen sich Bürgerinnen und Bürger aus der Region regelmäßig zum Austausch über Offenes Wissen, Digitalisierungsprojekte und die kommende Smart City.
Das OK Lab Fläming ist damit das erste ländliche der deutschen OK Labs. Seit Sommer dieses Jahres findet das OK Lab Fläming regelmäßig in hybrider Form statt. Dabei sitzt ein Teil der Teilnehmer gemeinsam vor Ort im Coconat oder dem neuen Smart City Büro und andere sind digital zugeschaltet. Neben lockeren Gesprächen über Digitalisierungsprojekte entstehen auch immer konkrete Prototypen und Ideen. So wurde zu Zeiten der Kontaktverbote kurzerhand ein digitaler Ratssaal geschaffen in dem sich weiter getroffen werden konnte.

Brandenburg/Havel

Waldbrand-App und Covid-Postleitzahlen-Checker wurden bereits umgesetzt

Seit Beginn des OK Lab Fläming haben einige interessante Projekte ergeben, die auch schon umgesetzt wurden. So gibt es eine Waldbrand-App, die es Feuerwehrleuten ermöglicht Wasserentnahmestellen und andere Informationen auch Offline schnell zu finden. Denn oft sieht es mit der Netzabdeckung im Wald oder dünn besiedelten Gebieten schlecht aus. Und bei einem Brand zählt jede Sekunde. Ein Covid-Postleitzahlen-Checker wurde entwickelt, der es gemeinsam mit der Tourismus-Marketing-Brandenburg, dem Hotelgewerbe und anderen ermöglichte, während der Beschränkungen im letzten Jahr die Covid-19 Inzidenzen der Heimatregion ihrer Gäste schnell nach Postleitzahlen zu überprüfen.

Anbringung von Feinstaubsensoren an vier Standorten in Bad Belzig und Wiesenburg

Derzeit sind der Bau und die Anbringung von Feinstaubsensoren an vier Standorten in Bad Belzig und Wiesenburg in der Umsetzung. Ziel ist die Messung der Feinstaubwerte in der Region. Diese Sensoren gibt es weltweit, alle Daten werden in einen Datensatz eingespeichert und sind so für alle gleichermaßen leicht abrufbar. „Vor allem Bad Belzig war uns dabei wichtig, wegen des Status als Luftkurort“, erklärt Martin Koll. Aber auch dort, wo es Industriebetriebe gibt, können und werden solche Messgeräte angebracht.

Feinstaubsensor am Ökozentrum in Reetz angebracht

Eines befindet sich derzeit am Ökozentrum in Reetz. Sebastian Kube aus Reetz möchte gern ein solches Gerät an seinem Wohnhaus auf dem „Krähenberg“ in der Nähe des Ziegelwerks anbringen. Am liebsten in Verbindung mit einem Lärmsensor. „Je nach Windrichtung ist die Lärm- und Geruchsbelästigung mitunter extrem“, so Sebastian Kube, „da kann man kaum die Fenster öffnen.“ Sinn und Zweck ist es jedoch nicht, die Betriebe anzuschwärzen, wie Kube ausdrücklich betont, sondern gemeinsam nach Möglichkeiten zur Verringerung der Belastungen zu suchen. Bausätze für solche Sensoren sind frei verkäuflich. Das OK Lab bietet Hilfe beim Zusammenbau und der Montage an. Möglich ist auch eine Teilfinanzierung über das Projekt, aber auch ein Eigenanteil muss geleistet werden.

OK Lab lebt von engagierten Bürgerinnen und Bürgern

Martin Koll möchte interessierte Leute aus der Region an einen Tisch bekommen, die sich über Möglichkeiten und Innovationen austauschen. „Das OK Lab lebt von engagierten Bürgerinnen und Bürgern aus diversen Bereichen, dabei ist es nicht wichtig, wie stark man sich mit Digitalisierung und digitalen Tools auskennt, denn jeder Input ist wertvoll und verhilft zu besseren Lösungen“, so Koll.
Interessierte können sich auf www.neuland21.de informieren und auch mit Martin Koll über martin.koll@okfn.de Kontakt aufnehmen.