Was tun?, sprach Zeus zu seinen Göttern. Nun ist Parkleiter Ulrich Jarke natürlich nicht Zeus, wurde aber dennoch vor eine Herausforderung gestellt. Am vergangenen Wochenende sollten eigentlich die Bäume auf dem Reetzer Friedhof gemeinsam mit den Bürgern gepflanzt werden. Wegen aktuellen Corona-Fällen im Ort wurde Ortsvorsteherin Marion Gante jedoch von der Verwaltung der Gemeinde Wiesenburg/Mark gebeten, den gemeinsamen Einsatz abzusagen. Da waren bereits alle Pflanzen auf den Transporter geladen und die Pflanzaktion vorbereitet.

Ulrich Jarke pflanzte mit der Parkbrigade

So beschloss Ulrich Jarke die Aktion nun mit der Parkbrigade durchzuführen, da im Moment keine Aussicht auf Änderung der Coronamaßnahmen besteht. „Besonders die Nadelgehölze mit den Ballen müssen dringend in die Erde“, erklärte er. „Bei der Topfware ist es nicht ganz so schlimm.“ Die Pflanzen müssen auch im Winter regelmäßig gewässert werden, besonders vor stärkeren Frostperioden. Was sich seltsam anhört, ist wichtig, denn die Nadelgehölze transpirieren und verdunsten auch in der kalten Jahreszeit.

Fichten auf dem Reetzer Friedhof mussten gefällt werden

Im vergangenen Jahr mussten die hinteren Fichten auf dem Reetzer Friedhof gefällt werden. Sie hatten die Trockenheit der vergangenen Jahre nicht überstanden, trotz Wässern durch die Feuerwehr und die Friedhofsbesucher. Auch der Borkenkäfer hatte sich breit gemacht. Ebenfalls im vergangenen Jahr hatte Ulrich Jarke ein Konzept für eine Neuanpflanzung auf der Ortsbeiratssitzung vorgestellt. Ausgewählt hatte er Pflanzen, die nicht trockenanfällig sind.

Bewässerungsanlage wird im Frühjahr installiert

Die neue Allee säumt nun Säulenwacholder. Dabei achteten Ulrich Jarke und seine Helfer auch darauf, dass die Bäume in der Flucht stehen. Da wurde zwischendurch noch einmal gemessen und die Abstände korrigiert. Weiterhin werden Schlangenkiefern, Esskastanien, Robinien, Steinweichsel und Rosen gepflanzt. Im Frühjahr wird zusätzlich eine Bewässerungsanlage installiert. Diese funktioniert dann wie auch in Gärten mit einer Tropfenbewässerung. „Dazu müsste sich aber noch jemand finden, der in den Trockenperioden zuverlässig das Wasser für einige Stunden an- und wieder abstellt“, so Schlossparkleiter Ulrich Jarke.