"Damit können die Fahrgäste ihre Zeit viel effektiver nutzen, als wenn sie mit dem Auto fahren würden", so VGB-Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig und schwärmt von den drei neu in Dienst gestellten umweltfreundlichen Bussen (Euro6) mit den ansprechenden Holzoptik-Fußböden, den lichtdurchlässigem Faltenbälgen für noch mehr Helligkeit im Fahrzeug und dem aufwändigen Außendesign. Doch damit nicht genug. "Ein besonderes Plus an unserem PlusBus sind der vollständige Stundentakt tagsüber und die häufigeren Fahrten in den Abendstunden", erklärt Hennig das neue Konzept.
"Damit bring der PlusBus die Vorteile des Schienenverkehrs auch auf die Straße", bemerkt Landrat Wolfgang Blasig (SPD). Konkret heißt dass, dass die Linien 580, 581 und 553 jetzt häufiger verkehren und Anschluss - ohne lange Wartezeiten - an den Regionalexpress Richtung Berlin an den Endpunkten Potsdam Hbf, Brandenburg Hbf und Bad Belzig gegeben ist.
Vom neuen Angebot profitieren sollen vor allem Pendler. Weshalb die VGB am Gewerbegebiet Rietz eine zweite Haltestelle einrichtete und seit Sonntag dort auch stündlich aus Richtung Brandenburg und Lehnin hält.
Die größte Änderung erfuhr die Linie 581, die seit dem Fahrplanwechsel den direkten Linienweg entlang der B102 von Bad Belzig über Golzow und Schmerzke nach Brandenburg Hbf nimmt. Die Orte Göttin, Reckahn
und Krahne sind seitdem über die neue Buslinie 551 angebunden, die sich insbesondere an den Anforderungen des Schülerverkehrs orientiert. Damit gelang eine Verkürzung der Reisezeit zwischen Bad Belzig und Brandenburg von 55 auf 42 Minuten. Die schnellere Verbindung könnte jetzt tatsächlich so manchen Autofahrer bewegen, auf den Bus umzusteigen. Enttäuschung über den neuen Fahrplan herrscht hingegen in Bad Belzigs Ortsteil Fredersdorf, weil der Halt der Linie 581 ersatzlos gestrichen wurde.
Unverändert bestehen blieb der VBB-Tarif - die neue Qualität gibt es damit zum alten Preis.
Mit der Inbetriebnahme der neuen PlusBusse setzt die VGB erste Punkte des im September beschlossenen Nahverkehrsplanes des Landkreises Potsdam-Mittelmark um. "Das neue Angebot vernetzt unsere Region und biete eine echte Alternative zum Auto. Mit häufigeren Fahrten am Wochenende bekommen auch Orte ohne Schienenanschluss eine durchgehende Mobilität das ganze Jahr über", lobt der Landrat und wagt eine Zukunftsvision auszusprechen. Wie die Städtebahn soll künftig der PlusBus die Städte und Dörfer der Region miteinander vernetzen. Der VBB plant das neue Konzept in ganz Brandenburg zu etablieren.
Zu erkennen sind die Plusbusse an ihrem Logo: Ein violetter Kreis mit dem Schriftzug "Bus", dazu ein großes Pluszeichen. Dieses Markenzeichen findet sich zusätzlich an den Haltestellen sowie in den Fahrplänen und Karten. VBB Geschäftsführerin Susanne Henckel ergänzt: "Wir hoffen, dass wir viele weitere Unternehmen und Aufgabenträger gewinnen können, PlusBus Linien einzuführen. Erfahrungen zeigen, dass mit höherer Qualität im Busverkehr auch ein Plus an Fahrgästen zu gewinnen ist."
Weitere Informationen und Fahrpläne zum "PlusBus Hoher Fläming" finden Interessierte an den Haltestellen und in den Broschüren im Bus sowie unter www.plusbus-hoherflaeming.de.