Analog trifft digital – auch die Fläming-Aktiv-Konferenz hatte sich teilweise auf digitale Medien verlegt. So wurden die Eröffnung und auch die Preisverleihung live über den Flämingkanal gestreamt. Auch die Abstimmung über die diesjährigen Preisträger konnte digital vorgenommen werden.

Online-Abstimmung mit fast 400 Teilnehmern

All das war nicht zu letzt der Corona-Krise geschuldet, da nur eine begrenzte Anzahl an Teilnehmern zugelassen war. Die Online Abstimmung wurde durchaus als Erfolg angesehen, immerhin gaben fast 400 Personen ihre Stimme ab. Die Befürchtung, dass Teilnehmer mehrfach abstimmen, war unbegründet. „Das bedarf eines großen technischen Verständnisses und eines erheblichen Zeitaufwandes“, so Dorothee Bornath und Florian Görner.

Gewinner Dieter Wankmüller aus Reetz

Der Gewinner in diesem Jahr ist der Verein OELALA aus Reetz, der sich mit ökologischer Bildung und Landwirtschaft beschäftigt. Ihm folgten das Festival für Freunde aus Dahnsdorf, der Fläming Kanal und der Naturparkverein Hoher Fläming.
Dieter Wankmüller, Vorsitzender des Vereins OELALA, kämpfte bei der Verleihung mit den Tränen, als ihm der Preis von Günter Baaske und Andreas Trunschke, einem der Vorjahressieger, überreicht wurde. „Jetzt bin ich seit 14 Jahren in Reetz, aber dass ich einmal hier stehe, hätte ich mir nicht träumen lassen“, sagte er gerührt. Zur Verstärkung hatte er sich Nico Hübner mit seiner Schülerband mitgebracht, die teilweise mit selbst geschriebenen Songs zum Thema Ökologie unterhielten.

Diskussionsrunden zu regionalen Themen

Etwa 50 Teilnehmer waren über den Tag verteilt auf der Konferenz anwesend. In den Diskussionsrunden ging es einmal mehr um regionales Essen und Versorgung sowie Demokratie. Vor allem aber auch um die Zukunft von Fläming Aktiv. Dorothee Bornath, die über viele Jahre den Hut auf hatte, würde sich gern in die zweite Reihe zurückziehen und den Staffelstab an die jüngere Generation weiter geben. „Ich kenne eine Reihe von Leuten, die durchaus dazu in der Lage sind“, sagte sie im Gespräch. Auch wurde überlegt, die Konferenz jährlich oder in weiteren Abständen stattfinden zu lassen.

Menschen zum Mitmachen bewegen

„In den ersten Jahren waren wir eine Spur praktischer, aber es gab auch philosophische Runden“, so Heiko Bansen. Es gibt auch Themen, die jedes Jahr wiederkehren. Jetzt werde alles etwas digitaler, so Bansen. Was aber auch gut sei, um junge Menschen zum Mitmachen zu bewegen. Barbara Klembt ist der Meinung, dass jährliche Treffen für viele wichtig sind. „Besonders für diejenigen, die gerade erst im Fläming angekommen sind“, so die Neulandgewinnerin. „Bei längeren Abständen haben diese Menschen sich dann meist anderweitig orientiert. Die Konferenz bietet gerade jenen die Möglichkeit, sich zu vernetzen.“

Ideenreichtum und Bereitschaft diese umzusetzen

In der Abschlussrunde konnten alle Teilnehmer ihre Gedanken zu den Themen und Diskussionen äußern. Die eigentlich angedachte Zeit von einer Stunde pro Runde wurde häufig überschritten. Wie in der Runde von Florian Görner zum Thema Demokratie leben. „Wir saßen fast zwei Stunden“, so Görner, „es gab so viel Ideenreichtum und Bereitschaft, diese auch umzusetzen, dass ich die Diskussion nicht abwürgen wollte.“ Andreas Trunschke warf noch einmal in die Runde, dass es nicht nur um neue Ideen geht, sondern auch darum, das zu nutzen und zu stärken, was bereits vorhanden ist.  Konkret wird es nach der Konferenz neben neuen Zusammenkünften zum Thema Demokratie auch bei Heiko Bansen. Er hat die Idee von digitalen Plattformen für Tauschangebote, wie z.B. Werkzeuge oder Maschinen, aufgegriffen und wird dazu zu einer Besprechung einladen.