Es klingt noch immer unreal: Krieg in Europa. Wer dieser Tage Fernseher oder Radio einschaltet, wird Zeuge, wie sich die Lage in der Ukraine weiter verschärft. Greifbar ist es, wenn wir bang auf so manche steigende Kaufpreise blicken oder von den ersten ukrainischen Familien hören, die bei uns im Fläming ankommen.

Mahnwache in Bad Belzig: Ein Zeichen für den Frieden

Der Krieg in der Ukraine bewegt die Menschen – auch die Kleinsten. Deshalb wurde die Mahnwache in Bad Belzig vom 10. März zu einem Friedenszeichen umfunktioniert; fand aus gegebenem Anlass schon um 17.30 Uhr statt. Gemeinsam mit den Kindern, die ebenso Ängste und Sorgen angesichts der schlimmen Lage für die Menschen aus sowie in der Ukraine entwickeln, wurde ein Zeichen für den Frieden gesetzt.

Bürgermeister Roland Leisegang gab einen kurzen Einblick in die aktuelle Flüchtlingssituation

Etliche Familien waren gekommen, um Solidarität zu zeigen, über Ängste zu sprechen und Erfahrungen auszutauschen. Landtagsabgeordneter Günter Baaske teilte persönliche Erlebnisse mit den Anwesenden und rührte so manchen zu Tränen.

Cottbus / Frankfurt (Oder)

Bad Belzigs Bürgermeister Roland Leisegang gab einen kurzen Einblick in die aktuelle Flüchtlingssituation in der Region: In vielen Ortschaften entstünden derzeit provisorische Unterkünfte in Gemeindehäusern, etliche Ukrainerinnen seien mit ihren Kindern bereits bei Privatleuten untergekommen. Die Hilfsbereitschaft im Fläming sei groß.

Gebastelten Symbole für den Frieden wurden am Baum vor dem Rathaus angebracht

Pfarrerin Christiane Moldenhauer versuchte Trost mit einem Gebet zu spenden. Gemeinsam mit Mitgliedern des Sozialausschusses brachten die anwesenden Kinder und Eltern ihre selbstgebastelten Symbole für den Frieden am Baum vor dem Rathaus an. Kraniche, Tauben und andere Friedenszeichen wehen fortan am Marktplatz im Wind und sehnen ein friedliches Europa herbei.
Auch am 17. März wird der Platz vor dem Rathaus in Bad Belzig ein Ort der Begegnung sein. Los geht’s ab 17.30 Uhr.