Baustaatssekretär Rainer Genilke hat der Stadt Bad Belzig im Rahmen einer digitalen Übergabe Fördermittel in Höhe von rund einer Million Euro für weitere Stadtentwicklungsprojekte überbracht. Bund und Land stellen aus den neuen Programmen „Lebendige Zentren“ und „Sozialer Zusammenhalt“ sowie aus dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ Geld unter anderem für ein soziokulturelles Zentrum und die Sanierung des Denkmals Brauhaus bereit.

Stadtsanierung in Bad Belzig

Rainer Genilke: „Die Stadtsanierung ist in Bad Belzig gut vorangekommen. Das kann man überall in der Stadt sehen. Mit den Städtebaufördermitteln konnten viele stadtbildprägende Gebäude, beispielsweise die Burg Eisenhardt, sowie Straßen und Plätze saniert werden. Die Umgestaltung des Marktplatzes hat die Attraktivität der Innenstadt weiter erhöht. Auch im Wohngebiet Klinkengrund wurde viel erreicht. Wir unterstützen mit den neuen Fördermitteln weitere Projekte, die die Lebensqualität für alle Generationen im Wohngebiet erhöhen. Die Förderung des sozialen Zusammenhalts in den Stadtteilen ist uns ein wichtiges Anliegen. Dazu wird auch die weitere Neugestaltung der Außenanlagen des soziokulturellen Zentrums beitragen.“

Lebendige Zentren (LZ)

Im Sinne der Zielstellungen der bisherigen Programme „Aktive Stadtzentren“ und „Städtebaulicher Denkmalschutz“ werden mit dem neuen Städtebauförderprogramm „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“ die Anpassung, Stärkung und Revitalisierung und der Erhalt von Stadt- und Ortskernen, historischen Altstädten, Stadtteil- und Ortszentren, die Profilierung und Standortaufwertung sowie der Erhalt und die Förderung von Nutzungsvielfalt unterstützt. Ziel ist die Entwicklung der Zentren zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur. Im Programmjahr 2020 werden 250.000 Euro Bundes- und Landesmittel für die Modernisierung und Instandsetzung eines stadtbildprägenden Nebengebäudes in der Wiesenburger Straße 13 und die Sicherung des Einzeldenkmals Brauhaus in der Straße der Einheit 2 eingesetzt.

Sozialer Zusammenhalt (SZH)

Das Ziel des neuen Städtebauförderungsprogramms „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“ ist die Stabilisierung und Aufwertung städtebaulich, wirtschaftlich und sozial benachteiligter und strukturschwacher Stadt- und Ortsteile. Damit soll unter anderem ein Beitrag zur Erhöhung der Wohn- und Lebensqualität und Nutzungsvielfalt, der Integration aller Bevölkerungsgruppen und zur Stärkung des Zusammenhalts in der Nachbarschaft geleistet werden. Das Programm bündelt die Aktivitäten einer sozialen Stadtentwicklung und zeichnet sich vor allem durch seinen interdisziplinären Ansatz aus. Quartiersmanagement und die Mobilisierung von Teilhabe und ehrenamtlichem Engagement werden stärker betont.
Im Programmjahr 2020 werden 140.000 Euro Bundes- und Landesmittel für die Modernisierung und Instandsetzung des Stadtteiltreffpunkts und für die Außenanlagen in der Hans-Marchwitzer-Straße 1, den Ausbau der Kita Tausendfüßler einschließlich der Außenanlagen und für die Fortführung des Quartiersmanagements eingesetzt.

Sozialer Integration im Quartier (SIQ)

Mit dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ fördern Bund und Länder seit 2017 die Erneuerung sowie den Aus- und Neubau sozialer Infrastruktur und deren Weiterqualifizierung zu Orten des sozialen Zusammenhalts und der Integration in den Städten und Gemeinden. Dies können sowohl Bildungseinrichtungen wie Schulen, Bibliotheken und Kindertagesstätten sein als auch Bürgerhäuser, Stadtteilzentren oder Sport- und Spielplätze.
Der ehemalige Grundschulbau in der Weitzgrunder Straße 4 aus den 1920er Jahren wurde zum soziokulturellen Zentrum um- und ausgebaut. Rund 2,3 Millionen Euro wurden seit 2017 investiert, um verschiedene Angebote wie zum Beispiel Jugendzentrum, Studiotheater mit Probenräumen, Anlaufstelle für Integrations- und Sozialarbeit sowie Angebotsräume für verschiedene lokale Gruppen zu errichten.

Seit 1991 knapp 37 Millionen Euro Fördermittel

Im Programmjahr 2020 werden 631.000 Euro für die Freianlagen des soziokulturellen Zentrums eingesetzt. Bad Belzig hat seit 1991 knapp 37 Millionen Euro Fördermittel aus mehreren Programmen für die Stadtentwicklung erhalten. Im Rahmen der Wohnraumförderung wurden rund 60 Millionen Euro für 1.800 Wohnungen bewilligt.