Bei dem Kampf, der wie alle anderen Heimspiele der Niemegker im Alten Brauhof in Bad Belzig ausgetragen wurde, standen die Werderaner von Beginn an auf verlorenem Posten.
An der Hälfte der Bretter war das Treffen vorzeitig entschieden: Dietmar Bölke, Wolfgang Fuhrmann und Werner Klimt hatten jeweils eine Figur mehr und kein Problem, dieses Materialübergewicht in einen Gewinn umzumünzen.
Fatmir Braho gelang es mit dem schwarzen Springer einen Angriff aufzuziehen gegen den sein Kontrahent keine Verteidigung fand.
Etwas größere Anstrengungen mussten Heiko Rohde und Jürgen Liebegott aufbringen. Rohde hatte eine Figur geopfert und musste eine ganze Reihe guter Züge machen, um seinen Angriff siegreich abzuschließen.
Liebegott zeigt, dass er das Siegen nicht verlernt hat. Nachdem er eine starke Stellung aufgebaut hatte, zerstörte er durch einen zielstrebigen Vormarsch seiner Zentralbauern die Verteidigung des Gegners.
"Nur" zwei Partien endeten remis. Andreas Seichter hatte nach einem zweifelhaftem Opferspiel seines Gegners großen Vorteil, gab diesen aber durch eine ungünstige Entscheidung wieder aus der Hand und musste danach um den Ausgleich kämpfen.
Hubert Walkewitz hatte ein günstiges Endspiel herbei geliefert und rechnete sich mit einem entfernten Freibauern Siegchancen aus. Aber seinem Gegenüber gelang es immer wieder Drohungen abzuwehren und das Gleichgewicht zu halten. Nach 70 Zügen und fast fünf Stunden Spielzeit,nachdem fast alle Kampfmittel verbraucht waren - jeder hatte nur noch einen Turm und einen Bauern - wurde der Friede geschlossen.
Damit lautete das Endergebnis 7:1 für Grün-Weiß Niemegk.
Als Kuriosum sei erwähnt, dass der Gegner von Hubert Walkewitz, Eckhard Grigoleit, bereits vor 50 Jahren, als er den Schachsport erlernte, von seinem damaligen Trainer vor Hubert Walkewitz, dem er nun das erste Mal gegenüber saß, gewarnt worden war: Das ist ein sehr starker Spieler."