Es war ein Tag voller Freude. Die Oberschule der Freien Schule Fläming hat mit einem Festtag ihren neuen Standort in Schmerwitz eingeweiht. Seit Schuljahresbeginn besuchen sieben Schülerinnen und Schüler die neue siebte Klasse der Freien Schule. Unterrichtet werden sie von Schulleiter Niels Clausen, der gleich mehrere Unterrichtsfächer abdeckt und vier weiteren Kolleginnen und Kollegen.

Ehrenamtliche Initiativgruppe war unermüdlich im Einsatz

Der Einweihungstag stand ganz im Zeichen der Rückblicke und Danksagungen. Für die ehrenamtliche Initiativgruppe waren zahlreiche, freiwillige Arbeitsstunden nötig, um das Antragsverfahren beim Landesministerium, die Standortsuche und Raumgestaltung, das Zusammenstellen des neuen Kollegiums, die Finanzierung und Konzeptarbeit zu bewältigen. Bei der Ansprache von Grundschulleiterin Beate Lerch wurde ersichtlich, wie viele Menschen im Lauf von mehr als fünf Jahren daran beteiligt waren, die Schule an den Start zu bringen. Die letztliche Genehmigung durch das Ministerium traf erst wenige Tage vor dem Schulstart ein und führte zu einem tiefen Seufzer der Erleichterung bei allen Beteiligten. Stellvertretend für die vielen Aktivisten wurden Anna Margareta Stalder Glück, Annika Schrottke und Almuth Mix besonders bedankt, da sie das Schulprojekt auf den letzten Metern mit einem Kraftakt ins Ziel führten.

Schulräume in der ehemaligen Zahnarztpraxis in Schmerwitz

Die Standortfrage war zuletzt eines der drängendsten Probleme gewesen. Umso glücklicher zeigten sich alle mit den Räumen der ehemaligen Zahnarztpraxis in Schmerwitz (direkt neben dem Kindergarten), die in kürzester Zeit zu zwei lichten und schmucken Schulräumen umgebaut werden konnten. Die Räume wurden von der Gemeinde Wiesenburg, mit Unterstützung des Ortsbeirates Schmerwitz, als Übergangslösung zur Verfügung gestellt. Der Wiesenburger Bürgermeister Marco Beckendorf betonte in seiner Ansprache, dass es ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist, von dem alle Seiten profitieren. Die Kosten für die Renovierung und Umgestaltung wurden vollständig von der Freien Schule getragen; es mussten viele Spuren des langjährigen Praxisbetriebes beseitigt werden.

In spätestens vier Jahren werden weitere Klassenzimmer benötigt

Einer nahtlosen, späteren Weiternutzung als Gemeindehaus für Schmerwitz steht nichts im Wege. Spätestens in vier Jahren, wenn alle Klassenstufen von 7 bis 10 unterrichtet werden, sind die Räume für die Freie Oberschule in Schmerwitz zu klein und es muss bis dahin eine neue Lösung gefunden werden. Zumindest bis dahin kann innerhalb der Gemeinde Wiesenburg wieder eine Oberschule besucht werden.
Zwischen Ansprachen und dem festlichen Miteinander bei Kuchen, Kaffee, Limo und Spinattaschen wurden der neuen Schule viele gute Wünsche mit auf den Weg gegeben. Einige wurden auf Zetteln notiert, an rote Luftballons gebunden, und stiegen so in den Himmel auf. So konnten alle weithin sehen, dass in Schmerwitz ein neues Leuchtfeuer entstanden ist.