Die Stechpalme  - Baum des Jahres 2021 - ist ein immergrüner Laubbaum, der auch im Winterhalbjahr seine Blätter behält. Die meisten Menschen verbinden sie eher mit einem strauchähnlichen Gewächs, welches häufig für Gestecke und Dekorationen verwendet wird. Und genau hierbei handelt es sich um eine interessante Eigenschaft dieser Pflanze. Sie kann in unterschiedlichen Wuchsformen auftreten. Zum einen als Baum oder eben in der aus Gärten und Parks bekannten Gestalt mit eher niedrigem Wuchs. Welche Form der Baum annimmt, ist abhängig von den Lichtverhältnissen.

Karl Tempel legt großen Wert auf Nachhaltigkeit

Drei dieser Exemplare wurden im Tempelwald in Borkwalde gepflanzt. Gesponsert wurden sie vom Besitzer des Waldes, Karl Tempel. Der Waldbesitzer legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und ist dabei, die 80 Hektar seines Waldes in einen Ökologischen Bestand umzuwandeln. 35 Hektar wurden schon umgebaut. Dabei hat Karl Tempel etwa 40.000 Laubbäume in 33 verschiedenen Sorten gepflanzt. Vorrangig sind dies Traubeneichen, aber auch Esskastanien und andere Laubgehölze. Die Esskastanie als Möglichkeit für den Waldumbau entdeckte er bei einem Italienurlaub und stellte fest, dass die Bäume dort bei ähnlichen Verhältnissen gut gediehen. Der Baum ist sehr widerstandsfähig und kommt mit wenig Wasser aus. Also ideal für die Verhältnisse um Borkwalde.

Der Deutschen Baumkönig 2021, Nikolaus Fröhlich, half bei der Pflanzung

Nun wurde der Baum des Jahres 2021 in die Erde gebracht und so steht im Tempelwald wieder eine neue Laubbaumart. Und das mit prominenter Hilfe. Dabei waren Uwe Feiler, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium und der Deutschen Baumkönig 2021. Mit Nikolaus Fröhlich wurde  erstmals ein Deutscher Baumkönig ernannt, der als Botschafter der „Baum des Jahres“-Stiftung unterwegs sein und für Ilex (so der lateinische Name der Stechpalme) als seine „Patenart“ werben wird. Er ist Student der Landschaftsarchitektur und Landschaftsplanung und der erste  Mann in diesem Job. Vorher gab es einzig Baumköniginnen. Auch die örtlichen Vertreter für Wald und Forst waren dabei, wie Martin Schmidt, Förster des Stadtwaldes Beelitz und Günter Finger, Vorsitzender der Forstbetriebsgemeinschaft Busendorfer Heide.

Idyllischer Tempelwald - immer einen Besuch wert

Um den Tempelwald gibt es einen Rundweg. „Der ist wunderschön“, sagt Hobbyfotograf Jürgen Schaldach aus Borkwalde. „Wir sind dort oft unterwegs“, so Schaldach, „es gibt dort auch Bienen- und Insektenhotels und auch Bienenkästen für die Honigproduktion. Und den leckeren Honig kann nun jeder der Anwesenden kosten, denn es gab für jeden als kleines Geschenk ein Glas Honig aus dem Tempelwald.