160 Busse umfasst die Fahrzeugflotte der regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH. 64 dieser Fahrzeuge sind bereits mit einem Abbiegeassistenzsystem ausgestattet - einer Art Frühwarnsystem, dass zur Verkehrssicherheit beiträgt. Mit den Abbiegeassistenten können schwere Unfälle beim Rechtsabbiegen vor allem mit Lkw und Bussen verhindert werden.

Minister Beermann in Bad Belzig

Brandenburgs Verkehrsminister Guido Beermann (CDU) stattete dem in Bad Belzig ansässigen Nahverkehrsunternehmen einen Besuch ab, um sich im Gespräch mit Regiobus Geschäftsführer Hans-Jürgen Hennig über die Erfahrungen mit den Abbiegeassistenzsystemen auszutauschen.

Parcours aufgebaut

"Das ist ein ernstes Thema, bei dem es um die Verkehrssicherheit gegenüber den schwächeren Verkehrsteilnehmern wie Fußgängern oder Fahrradfahrern geht", so Hennig. Auf dem Betriebshof, wo zu Simulationszwecken ein Parcours aufgebaut war der eine Haltestellensituation darstellte, wurde die Funktionsweise der Abbiegeassistenzsysteme vorgeführt. Die melden dem Fahrer mit optischen und akustischen Signalen gefährliche Situationen. Wird es ganz brenzlig, beginnt sogar der Fahrsitz zu vibrieren. Über kleine Sensoren, die an der rechten Fahrzeugseite installiert sind, werden die einzelnen Signale ausgelöst. "Wenn damit auch nur ein Unfall vermieden werden kann, haben sich die Investitionen gelohnt", so der regiobus Geschäftsführer.

Mit der Investition Leben retten

Er äußerte in diesem Zusammenhang die Hoffnung, dass die Förderungen des Bundes weiterlaufen. Über sie können 50 Prozent der Nachrüstungskosten in Höhe von 3.000 Euro pro Bus abgedeckt werden. Neu angeschaffte Busse lässt das Unternehmen wiederum seit 2019 ab Werk mit den modernen Abbiegeassistenten ausstatten.

Förderprogramme für Unternehmen

Hans-Jürgen Hennig: "Zusammen mit unserem Aufgabenträger, dem Landkreis Potsdam-Mittelmark, wollen wir als kommunales Nahverkehrsunternehmen auch im Bereich der Sicherheit vorangehen. Förderprogramme sind uns dabei eine wichtige Unterstützung in diesem Anliegen. Assistenzsysteme helfen Menschen darin, Fehler zu vermeiden und damit auch deren schreckliche Folgen."

regiobus Schrittmacher in Brandenburg

Bundesweit Pflicht werden die Abbiegeassistenten ab 2022. "Regiobus ist Schrittmacher in Brandenburg", lobte Guido Beermann, der sich im Anschluss an die Präsentation auf dem Betriebshof selbst an das Steuer eines Busses setzte.

Verkehrssicherheit in Brandenburg

"Das Nahverkehrsunternehmen regiobus Potsdam-Mittelmark GmbH hat sich als langjähriger Partner der Verkehrssicherheit des Landes Brandenburg bereits bei vielen Aktionen und Kampagnen beteiligt. Auch bei der Einführung der Abbiegeassistenzsysteme geht regiobus mit gutem Beispiel voran. Die sukzessive Ausstattung der Busse mit dieser Technik nach sowohl sicherheitstechnischen als auch wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist eine Blaupause für andere Nahverkehrsunternehmen. Ich begrüße das große Engagement des Unternehmens", lobte der Minister für Infrastruktur und Landesplanung.

Mitarbeiter froh über Abbiegeassistenten

Die Mitarbeiter der Nahverkehrsunternehmens, die Busse auch durch Potsdam und Berlin steuern, sind froh über die Abbiegeassistenzsysteme an Bord der Fahrzeuge. "Vor allem in den größeren Städten kann es schnell zu gefährlichen Situationen kommen, wenn Fahrradfahrer an Bushaltestellen oder Kreuzungen plötzlich rechts neben den Bussen auftauchen", so Hennig. Die Mitarbeiter Christian Wassermann und Marcel Borchert, die die Präsentation begleiteten, bestätigen ihrerseits, dass sich die moderne Technik in der Praxis bewährt hat und für mehr Sicherheit sorgt.