Sie heißen Königin der Nacht, Blue Zebra und Alter Kommunist. Sie sind Tomatensorten. Bewundert werden konnten diese und viele andere beim Tomatentag im Naturparkzentrum Raben.
Insgesamt 48 Sorten hatte das Team um Juliane Wittig auf einer langen Tafel vorbereitet. Die meisten Sorten wachsen im Garten des Naturparkzentrums. Zwei Sorten hatte das Zentrum von Erika Sperfeld bekommen und dann angebaut, zwei weitere, eine historische Salattomate und eine Honigtomate, bekam das Zentrum im Frühjahr von einem Gast geschenkt. Inzwischen sind die meisten Sorten reif. Diese mussten für den Tomatentag getrocknet und eingetütet werden.

Samentauschbörse im Frühjahr

Das war viel Arbeit und vor allem Rosi Weber aus Grubo hatte damit in den vergangen Wochen zu tun. Denn die Gäste wollten ja nicht nur die Tomaten ansehen, sondern sich auch Samen für den eigenen Garten oder Balkon mitnehmen. Die meisten Sorten waren vorrätig. Nur der Alte Kommunist und die Königin der Nacht waren etwas geizig. Zum einen waren noch nicht so viele Früchte reif, um ausreichend Samen zu gewinnen, zum anderen gibt die Tomate eh wenig Samen. Zusätzlich gibt es ja – hoffentlich – noch den Weihnachtsmarkt und die Samentauschbörse im Frühjahr. Interessenten können jederzeit kommen und Samen erwerben. Dazu bekommen sie einen kleinen Zettel mit Anbau- und Pflegehinweisen.
Der seltsame Name „Alter Kommunist“ rührt wohl daher, dass dies eine Sorte aus der ehemaligen DDR ist. Die Früchte ähneln eher einer Paprika. Sie schmecken leicht süß und angenehm würzig. Da die Schale recht fest ist, lassen sich die Tomaten gut lagern. Die Königin der Nacht ist eine Sorte aus dem heimischen Landkreis. Gezüchtet wurde sie in der Deaflora Aromagärtnerei in Glindow. Schon ihr Aussehen ist einen Anbau wert, denn es ist eine gestreifte Fleischtomate in den Farben gelb, rot und blau.

Ausschau halten nach neuen Sorten

 Familie Lilienthal kam extra aus Brandenburg an der Havel zum Tomatentag angereist. Sie waren nicht das erste Mal dort und kommen gern immer wieder, um nach neuen Sorten Ausschau zu halten. Begeistert waren sie im vergangenen Jahr von der „Berner Rose“, das seien sehr schöne Früchte und kräftige Pflanzen. Aber trotzdem wurde das Ehepaar auch in diesem Jahr noch einmal fündig und nahm weitere Sorten für den eigenen Garten mit.
Für Brigitte Weckebrot und ihre Freundinnen aus Dessau war der Besuch beim Tomatentag sozusagen ein Mädelsausflug. Alle drei waren zum ersten Mal in Raben und begeistert. Da alle auch einen eigenen Garten haben, wurde kräftig Samen eingekauft. Juliane Wittig, die sich ausführlich mit Tomatensorten beschäftigt, konnte viele Auskünfte, Tipps und Hinweise geben. Auf alle Fälle waren die drei Freundinnen begeistert vom Naturparkzentrum und dessen Aktionen. „Wir bleiben ihnen treu“, lautete das Fazit.