Die Untersuchungen sollen regionalwirtschaftliche Effekte des Naturtourismus und deren Entwicklung im Vergleich zu den Erstuntersuchungsergebnissen aus dem Jahr 2004 aufzeigen. Im Rahmen eines seit 2020 laufenden Forschungsvorhabens des Bundesamtes für Naturschutz untersucht nun der Lehrstuhl für Geographie und Regionalforschung der Universität Würzburg unter Leitung von Prof. Dr. Hubert Job wiederum die wirtschaftliche Bedeutung des Naturtourismus im Naturpark Hoher Fläming.

Umfragen von August bis Oktober

Dabei werden an mindestens sechs Tagen im Zeitraum von August bis Oktober an acht Standorten Besucher gezählt, um Besuchsfrequenzen sowie die Anzahl der Tages- und Übernachtungstouristen zu erfassen. Gleichzeitig erfolgt eine Befragung, um herauszufinden, wo und wie lange Übernachtungstouristen nächtigen. Bei der Ermittlung, wieviel Geld die Gäste in der Region ausgeben, wird zum ersten Mal miterfasst, wie hoch der Anteil vom Kauf regionaler Produkte ist.

Befragungen an acht Satndorten

Bei der Erst-Untersuchung im Jahr 2004 wurden 300.000 Besucher pro Jahr gezählt, 2014 waren es 13 Prozent mehr. Wiederum wird auch untersucht, welchen Aktivitäten die Gäste nachgehen und inwieweit der Naturpark-Status die Entscheidung beeinflusst, die Region zu besuchen. 2014 hatte ein Drittel der Befragten den Naturpark bei der Besuchsentscheidung hervorgehoben. An folgenden Standorten werden Befragungen durchgeführt: Forellenzucht Rottstock (25Teiche RESORT), Fernradweg R1 in Baitz, Burg Eisenhardt, SteinTherme in Bad Belzig, Gut Schmerwitz, Schlossparkeingang Wiesenburg, Burg Rabenstein und Naturparkzentrum Hoher Fläming