Die Vorbereitung des neuen Buskonzeptes nahm über ein Jahr in Anspruch.
Am Premierentag blieb es vielerorts in den Bushaltestellen jedoch ruhig. Sturmtief Sabine sorgte dafür, dass das neue Angebot am Montag kaum getestet wurde. Aufgrund der Witterungslage waren Schüler vom Unterricht freigestellt und nutzen in dieser Folge erst ab Dienstag das verbesserte Angebot.
Dazu gehört unter anderem die Linie 596, die bislang zwischen Görzke-Wollin und Ziesar rollte und nunmehr zwischen Görzke-Dippmannsdorf-Wollin und Ziesar verkehrt - über Groß Briesen und Ragösen. Die jeweils von Montag bis Freitag verkehrenden fünf Fahrtenpaare wurden auf acht aufgestockt. Zusätzlich besteht ab Dippmannsdorf/Ragösen Anschluss an die Linie 580 in Richtung Lehnin und Bad Belzig.
Deutlich aufgebessert wurde auch die Linie 593, die zwischen Bad Belzig-Görzke und Ziesar über Lübnitz verkehrt. Morgens und abends besteht nunmehr Anschluss an den RE7. An den Wochenenden gibt es außerdem Verknüpfungen mit der Linie 559 und Anschluss an den RE1 in Brandenburg und den RE7 in Bad Belzig.
Positiv dürften auch die Verbesserungen auf der Linie 548 Lehnin-Rädel wahrgenommen werden. So wurden die Fahrtenpaare von acht auf zwölf erhöht und die Rufbusfahrten in feste Fahrten umgewandelt.
Den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zwischen Groß Kreutz und Lehnin zu nutzen, dürfte nunmehr ebenfalls reizvoller sein. Die Linie 550 zwischen genannten Orten verkehrt seit 10. Februar täglich von 5 bis 22 Uhr und hat in Groß Kreutz Anschluss an den RE1. Zusätzlich wurde die Zahl der Wochenendfahrten auf fünf Fahrtenpaare erhöht.
"Der Landkreis ist mit den Plus-Bus-Linien bereits große Schritte gegangen. Jetzt werden mit der Erweiterung des vorhandenen Angebots weitere Verbesserungen im ÖPNV in der Region um Bad Belzig, Groß Kreutz und Lehnin spürbar", betonte Landrat Wolfgang Blasig.
Knapp 170.000 Euro investiert der Landkreis in die Verbesserung der ländlichen Mobilität, die weiter fortgesetzt wird. Geplant ist, dass zum Beginn des Schuljahres 2020/21 auch in der Region Brück die vorhandenen Linien verdichtet beziehungsweise aufgebessert werden.
"Wir hoffen jetzt natürlich, dass die Wochenendfahrten gut angenommen werden", sagte Blasig während der Pressekonferenz. Vor dem nächsten Ausflug, der Fahrt zum Arzt oder zur Schule, sollte also unbedingt der Blick in den neuen Fahrplan erfolgen.