"Ich kann nicht verstehen, wie manche mutwillig Dinge angreifen, welche die Lebensqualität für uns alle in der Stadt verbessern sollen", sagt Bürgermeister Bernhard Knuth. "Die Zerstörung von Allgemeingut ist weder witzig noch irgendein Ausdruck von Stärke. Es ist im Gegenteil einfach nur feige und zeugt von sehr geringem Selbstbewusstsein, sich heimlich an solchen Sachen zu vergehen. Leiden müssen wir letztendlich alle darunter."
Zu den Gegenständen, die offenbar eine große Anziehungskraft auf die Randalierer ausüben, gehören immer wieder auch Kunstgegenstände wie die neuen Statuen, welche vor rund zwei Wochen in den Rondellen an der Nieplitz aufgestellt worden sind. Diese sind zum Schutz vor Wetter und Vandalismus noch in Folie verpackt, eine davon hatte man schon versucht, auszuwickeln. Wiederholt das Ziel von Angriffen war auch die Skulptur im Wasserturmpark gewesen, sogar geschossen wurde auf den "Apoll", der auf halber Höhe der Treppenanlage steht – wie auch auf die Laternen, die das Gelände beleuchten.
"Wir werden solche Angriffe nicht einfach hinnehmen", erklärt der Bürgermeister. "Sollte jemand dabei erwischt werden, wie er sich mutwillig an öffentlichem Eigentum vergreift, wird diese Person angezeigt und knallhart zur Begleichung jener Kosten herangezogen, die sie verursacht hat."  Der Bürgermeister betont, dass die Stadt immer sehr kulant ist, wenn sich Gruppen von vornehmlich jüngeren Leuten auf öffentlichen Plätzen aufhalten und dabei auch mal über die Stränge schlagen. Hinterlassenschaften wie Pizzakartons und haufenweise Flaschen wie zum Beispiel im Lustgarten werden morgens ohne großes Aufhebens vom Bauhof weggeräumt. "Wir alle waren mal jung und haben uns sicher auch nicht immer so benommen, wie man es von uns erwartet hat", so Bernhard Knuth.
Auch dass das künftige Gartenschaugelände im ersten fertiggestellten Bereich nicht einfach komplett abgeriegelt wird, ist ein Zugeständnis an die Bürgerschaft. Viele nehmen das Angebot dankbar an und gehen auf den neuen befestigten Wegen an der Nieplitz spazieren und verfolgen gespannt, wie sich der Bereich weiterentwickelt oder sie nutzen die Strecke als Abkürzung, um auf die Wiesen außerhalb der Altstadt zu gelangen. Das soll auch weiterhin so bleiben, nicht zuletzt weil eine gewisse Belebung Randalierer fernhält. Sollten die dann meinen, dafür nachts ihr Unwesen treiben zu müssen, könnten in Zukunft sie es sein, welche eine böse Überraschung erleben.